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Präsentation (20 Bilder) von Prof. Dr. med. Hans-Jörg Senn vom 10.5.2007
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Vorwort von Prof. Dr. Hans-Jörg Senn zu "Nebenwirkungs-Prophylaxe und -Therapie bei der antihormonellen Therapie" Die Mehrzahl – insbesondere der postmenopausalen – Patientinnen mit neu behandeltem Mammakarzinom erhält gemäss den derzeitigen Empfehlungen des internationalen St.Gallen Consensus Panels im Rahmen der Erstbehandlung eine (adjuvante) antihormonale Therapie (AHT). Bei praktisch allen Hormonrezeptor(HR)-positiven Patientinnen ist dies bei negativem oder wenig ausgeprägtem Axillabefall eine meistens alleinige AGT, oder seltener bei positiver Axilla eine kombinierte adjuvante Chemo-AHT. In der lokalen Rückfallsituation, bzw. bei Fernmetastasierung der Krankheit, sind AH bei rezeptor-positiven Patientinnen die Regel. Sie überbrücken für Patientinnen und Therapeuten in hilfreicher Weise eine 1 - 3-jährige Phase des Hinauszögerns einer palliativen Chemotherapie bei Hormonresistenz.
Während "Chemotherapien" bei den betroffenen Patientinnen sowie deren behandelnden Ärzten (insb. den Gynäkologen) in der Regel als belastend und toxisch empfunden werden, werden AHT als milde, wenig einschneidende Behandlungsform mit fehlenden bis sehr gut tragbaren Nebenwirkungen empfunden, und dies wird den Patientinnen in dieser Weise schon bei der Therapiewahl entsprechend kommuniziert. Ist dies wirklich so?
Mit steigenden Zahlen von Mammakarzinom-Patientinnen unter AHT mehren sich indessen auch die Untersuchungen und Berichte über deren klinisch relevante und bisher (auch in Studien) oft unter-rapportierte Toxizität. Diese fallen umsomehr ins Gewicht, als sich die Dauer der AHT im Laufe der letzten Jahre laufend verlängert hat (vgl. z.B. "erweiterte" adjuvante AHT mit Letrozole nach 5 Jahren Tamoxifen), und es laufen Studien zur Exploration einer AHT über 10 Jahre hinaus oder gar auf Lebenszeit, um die leidigen Spät-Rezidive, bzw. –metastasierungen, zu verhindern.
Im vorliegenden Referat soll über eine neueste, in der Ostschweiz in Zusammenarbeit zwischen dem Senologiezentrum des Kantonsspitals, dem Tumorzentrum ZeTuP St. Gallen und Chur und freipraktizierenden Onkologen durchgeführte und kürzlich publizierte Studie zur realistischeren Erfassung der Nebenwirkung von AHT berichtet werden, in welcher die selbstrapportierte und ärztlich kommentierte Lebensqualität der entsprechenden über 400 Patientinnen in differenzierter Weise untersucht wurde (C-PET-Studie: Glaus A et al: Annals of Oncology 17: 801-806, 2006).
Daraus ergeben sich interessante neue Aspekte über die Nebenwirkungen von AHT, insbesondere in der frühen, adjuvanten Behandlungssituation, und es wird versucht, daraus praxisrelevante Empfehlungen abzuleiten.
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Prof. Dr. med. Hans-Jörg Senn Tumorzentrum ZeTuP St. Gallen und Chur und St. Gallen International Oncology Conferences |
Herzlichen Dank für den Vortrag!
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