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Präsentation

(32 Bilder)

von

Prof. Dr. med.

Hans-Jörg Senn

vom 4.5.2006:

 

TAM oder Aromatasehemmer - und der Knochen

 

 

 

siehe auch

untenstehenden

Text:

HOME: brustkrebsverlauf.info

 

 

Herzlichen Dank

für den Vortrag!

Erika Rusterholz

 

 

 

 

 

Vorwort von Prof. Dr. Hans-Jörg Senn zu "TAM oder Aromatasehemmer - und der Knochen":


Drei grosse randomisierte klinische Studien (ATAC, IES und BIG-1/98) sowie eine kleinere italienische Studie (Boccardo) haben in den letzten Jahren gezeigt, dass sich in der adjuvanten antihormonalen Therapie mittels Aromatasehemmern der sog. "dritten Generation" (Anastrozol, Exemestan und Letrozol) im Vergleich mit Tamoxifen bei hormonrezeptor-positiven Mammakarzinom-Patientinnen eine Verminderung der Rückfallrate in den ersten postoperativen Jahren erzielen lässt.
Für die zuständige Pharmaindustrie und deren ausserordentlich potenten Werbeapparat ist dies ein "epochaler Fortschritt", welcher die Behandlungsaussichten dieser postmenopausalen, hormon-sensiblen Patientinnen endlich aus der langen therapeutischen Stagnation in der Tamoxifen-Standard-Aera der letzten 20 Jahre heraushebt!

Dabei hat sich diese bisher nachgewiesene Verbesserung der rezidiv-freien Überlebensrate, bzw. -zeit bis dato noch nicht auf die Gesamtüberlebensrate dieser Patientinnen-Kollektive ausgewirkt, nicht einmal in der ATAC-Studie, welche nun immerhin schon über Daten mit 6 Jahren mittlerer Kontrollzeit berichten kann.

Auch in Bezug auf die akuten Nebenwirkungen und im Blick auf die Langzeit-Toxizität bestehen bezüglich der neuen Aromatasehemmer im Vergleich mit Tamoxifen noch viele offene Fragen, dies insbesondere beim Skelettsystem (Osteoporose-Gefahr und deren Folgen), aber neuerdings auch kardial (BIG-1-/98Studienresultate), von der deutlichen Kostendifferenz zwischen Tamoxifen und Aromatasehemmern einmal abgesehen.

Sind Aromatasehemmer - und wenn ja, welche - heute wirklich bereits eine zwingende Alternative in der antihormonalen Therapie dieser Patientinnengruppe gegenüber Tamoxifen?
Und wenn wieder ja, für welche Patientinnen-Untergruppen?
Oder müssen wir, um diese Fragen indikatorisch sinnvoll beantworten zu können, auf die erst in 2 - 3 Jahren fälligen Daten der sog. antihormonalen adjuvanten Sequenzierungs-Studien warten (wie z.B. die Daten der Crossover-Phase aus der Studie BIG-1/98 und weiterer "Switch-Studien")?

In diesem Referat soll - aus medizinisch-onkologischer Sicht und unter Berücksichtigung der Empfehlungen des internationalen St. Galler Therapie-Konsensus 2005 - auf diese Fragen näher eingegangen werden.

 

 

Prof. Dr. med. Hans-Jörg Senn

Tumorzentrum ZeTuP St. Gallen und Chur und St. Gallen International Oncology Conferences

www.zetup.ch