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Brustkrebs: Infos für Ärzte |
Senologie-Forum 2007 |
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Algorithmus
des Abklärungsganges bei suspekten Mammabefunden Prof. Dr. med. Rolf Steiner |
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Suspekte Mammabefunde können
in aller Regel schon präoperativ bis zur histologischen Diagnose inkl.
Rezeptorenstatus und anderen Prognose- und Prädiktionsfaktoren abgeklärt werden. Dies hat den Vorteil, dass sich die
Patientin vor der operativen Therapie mit der Diagnose auseinandersetzen und die in ihrem
individuellen Fall in Frage kommenden Therapiemodalitäten im Detail besprechen kann. Mit
Vorwegnahme der negativen Information wird ihr auch der postoperative Schock einer Krebsdiagnose erspart. Die Nachteile dieses Vorgehens sind der relativ hohe Aufwand, besonders bei nicht palpablen Befunden, die Schmerzbelastung und schliesslich die Zusatzkosten, da eine definitive histopathologische Untersuchung und bei brusterhaltendem Vorgehen auch die Schnellschnittdiagnostik ohnehin durchgeführt werden müssen. Welcher Weg eingeschlagen wird, muss in Absprache mit der Patientin festgelegt werden; ebenso, ob einzeitig oder zweizeitig vorgegangen wird. |
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Palpationsbefund: 1. Mammographie (MG), ergänzende Sonographie (US), (nur in speziellen Fällen evtl. MRI). Bei Verdacht auf Malignität und Wunsch nach brusterhaltender Therapie: Ausschluss einer Multizentrizität mit Bildgebung wie oben. 2. Evtl. Feinnadelpunktion/Zylinderbiopsie (empfohlen: US-gesteuert zur Dokumentation). 3. Im Prinzip Exzision +/- Schnellschnittuntersuchung (SS).
Kein Palpationsbefund: • Suspekter Mikrokalk in der MG: Stereotaktische Biopsie oder direkt präop. MG-Markierung und Exzision mit Präparateradiographie (Präp.Rx) (kein SS). • Suspekter Herdbefund in der MG: Falls sonographisch darstellbar: US-gesteuerte Biopsie. Falls nicht: Stereotaktische Biopsie oder direkt präop. Markierung (MG oder US) plus Exzision und evtl. Präp.Rx, +/- SS. • Suspekter US-Befund: US-gesteuerte Biopsie oder direkt präop. US-Markierung plus Exzision +/- SS. • Suspekter MRI-Befund: Falls sonographisch und/oder mammographisch darstellbar: Vorgehen wie oben. Falls mit diesen Methoden nicht darstellbar: MRI-gesteuerte Biopsie oder präop. MRI-Markierung (wenn technisch möglich) und Exzision +/- SS oder Verlaufskontrolle in 3 bis 6 Monaten. | |
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Bei fortgeschrittenen Tumoren und vor einer Mastektomie ist eine Metastasenabklärung angebracht, da diese Resultate erhebliche Konsequenzen für die Primärtherapie haben. Bei nachgewiesener Fernmetastasierung sollte in der Regel der Patientin eine Mastektomie nicht mehr zugemutet und ein brusterhaltendes Vorgehen angestrebt werden.
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Prof. Dr. med. Rolf Steiner Gynäkologie/Geburtshilfe, Kantonales Frauenspital Fontana, 7000 Chur |
Herzlichen Dank für den Vortrag! |