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Brustkrebs: Infos für Ärzte |
Fortbildung Brustzentrum Thurgau und SenoSuisse am 28. Okt. 2010 |
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Brustkrebs: Aktuell und praxisnah - Begleitung durch die adjuvante Therapie:
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Ernährung und Brustkrebs Dr. med. Patric Beer
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Fetal Programming intrauterine Mangelernährung - Makrosomie (Hyperinsulinismus) - mütterlicher Stress → Risikoerhöhung metabolisches Syndrom → Risiko Mammakarzinom
Primärprävention Zusammenhang gesunde Ernährung Brustkrebsrisiko? Kein Zusammenhang Ernährung mit Salaten, rohem Gemüse, fettarmer Nahrung und Mammakarzinom. RR Mamma-Ca Adipositas in Menopause ohne HRT (WHI-Studie): 2.0 - 2.2 (Östrogene aus Fettgewebe, Hyperinsulinismus). Daneben bei Adipositas noch erhöhtes Risiko an Endometrium-, Colon- und Ösophaguskarzinom.
Sekundärprävention WINS-Studie (Women's Intervention Nutrition Study), San Antonio 2006, 1994 initiiert: 975 Brustkrebspatientinnen zwischen 48 und 79 Jahren Fettreduzierte Diät (< 20 % der Kalorienaufnahme durch Fett), moderate Gewichtsabnahme. In der Diätgruppe verstarben 7.7 %, in der Kontrollgruppe 10,2 %. Mit 38 Diätpatientinnen ein Rezidiv vermieden.
Rezidivrate nach Mammakarzinom durch gesunde Ernährung gesenkt - Ernährung, resultierende Gewichtsabnahme oder Lifestyle verantwortlich? → ballaststoffreiche Ernährung mit viel Gemüse und Salaten sinnvoll bei St.n. Mammakarzinom → Vermeiden von Übergewicht → gesunde Lebensführung, Sport etc. → Vermeiden von Alkohol (dosisabhängig) → Vermeiden von Nikotin (Risikoerhöhung bei Konsum < 16 Jahre)
Vitamine Keine Evidenz für antioxidative Wirkung oder Wirkung auf freie Radikale von Vitaminen als Pimär- oder Sekundärprophylaxe bei Brustkrebs. → Vitamine nur bei Mangelzuständen
"Krebsdiäten" Kein wissenschaftlicher Beweis für Wirksamkeit von "Krebsdiäten" - in der Regel sehr einseitige Diäten. Insbesondere Fastenkuren negative Auswirkung auf Körper und Tumorgeschehen.
Lifestyle / Sport - California Teachers Studie (Verlaufsstudie seit 1995 High School bis 50 Jahre): nicht signifikanter Trend zu Risikoverminderung Brustkrebs bei mehr als 5 Std. Sport pro Woche
- Nurses Health Study: moderate sportliche Betätigung (> 3 MET-hrs/wk) 2 und mehr Jahre nach Brustkrebs: Trend zu verminderter Gesamtmortalität und vermindertem Versterben an Brustkrebs - grösster Vorteil bei adipösen, Rez. pos. Patientinnen.
Mögliche Wirkmechanismen: • Verringerung des Östrogenspiegels • Veränderung des Insulinmetabolismus • Modulation der Wirkung von Hormonen und Wachstumsfaktoren (IGF-1, IGFBP-3) • Immunmodulation (erhöhte Anzahl von NK-Zellen, gesteigerte T-Zell-Aktivität, erhöhtes IL-6) • Gesteigerte Apoptose durch oxidativen Stress
"Ernährung und Brustkrebs" - Take Home Message: keine Evidenz für Primärprophylaxe des Mamma-Ca durch Ernährung cave: Adipositas möglicher Ansatzpunkt: Beeinflussung Fetal Programming Sekundärprophylaxe sinnvoll durch Lifestyle-Faktoren
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PD Dr. med. Patric Beer Chefarzt Frauenklinik Spital Bülach, 8180 Bülach www.spitalbuelach.ch |
Herzlichen Dank für den Vortrag! Erika Rusterholz |