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Brustkrebs: Infos für Ärzte |
Senologie-Update 2006 |
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Kurzschemen und intraoperative Radiotherapie beim Mammakarzinom Prof. Dr. med. U.M. Lütolf
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Bestrahlungsindikationen
in Bewegung
Der
Stellenwert der Strahlentherapie als integraler Teil beim brusterhaltenden
Vorgehen ist in vielen Studien in den letzten 20 Jahren geklärt worden. Trotz
diesen Erkenntnissen bleiben wichtige Fragen zu beantworten, respektive die
Erkenntnisse in die Praxis umzusetzen. Hier die
Themenkreise, bei denen Bestrahlungsvolumen und mögliche Verkürzung der
Therapiedauer im Zentrum stehen: · Kann
von der klassischen Einzeldosis von 1,8 oder 2 Gy für die Brustdrüsenbestrahlung abgewichen werden,
ohne dass kosmetische Einbussen zu erwarten sind? · Können
aufgrund von Merkmalen Patientinnengruppen definiert werden, bei denen eine
Teilbestrahlung der Brust oder ein minimales Brust-Volumen, allenfalls ein
Verzicht auf die Bestrahlung zu vertreten ist, ohne dass eine Zunahme der
Rezidivrate resultiert? · Macht
die Technik des simultan integrierten Boostes (IMRT Technik) die intraoperative
Bestrahlung mit nachfolgender perkutaner Brustdrüsenbestrahlung obsolet? · Können
evidenzbasierte Kriterien für die Indikation zur alleinigen intraoperativen
Bestrahlung gefunden werden?
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Strahlenbiologische
Ueberlegungen mit Bedeutung
Bestrahlungsvolumen und
Fraktionierung (Wahl der Einzeldosis und der Wochendosis) stehen über die
Strahlenbiologie in enger Beziehung zueinander. Sowohl höhere Einzeldosen, als
auch eine höhere Gesamtdosis können bei kleineren Volumina ohne merkbare
Veränderungen appliziert werden. Zur Abschätzung der Gewebetoleranz und der
Tumorkontrollrate hat sich das linear-quadratische Modell als geeignet
erwiesen.
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Aus unserer Praxis
Seit mehreren Jahren
verwenden wir Kurzschemen, bei deren Wahl das Alter und die Brustgrösse die
determinierenden Faktoren sind. Die kosmetischen Resultate sind in unserer
Erfahrung nicht von Bestrahlungsresultaten mit 1,8 (von uns schon lange nicht
mehr angewendet) oder 2 Gy Einzeldosis zu unterscheiden. Derzeit objektivieren
wir unsere Resultate mit einer breit angelegten, vom ethischen Komitee
gutgeheissenen Studie (M 94-02 mit ca 2000 Patientinnen).
Standardschemen
der Klinik für Radio-Onkologie des UniversitätsSpitals |
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Resultate
greifbar, Resultate unterwegs
(aus D.
W. Arthur und F.A. Vicini, J Clin Oncol 23, 1726-1735, 2005)
Alleinig akzelerierte Brustbestrahlung mit MammoSite: |
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Akzelerierte partielle Brustbestrahlung mit perkutaner Therapie |
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Prospektiv randomisierte Studien mit akzelerierter partieller Brustbestrahlung |
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Schlussfolgerungen
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Viel
Wissen über Kurzschemen, partielle Brustbestrahlung und die möglichen Resultate
von intraoperativen Bestrahlungstechniken ist vorhanden. Die Umsetzung bei
Kurzschemen hinkt (auch aus tarifarischen Gründen?) hintan. ·
Irrelevante
Entwicklungen und falsche Argumente müssen vermieden werden o
Gating
kann keine kardialen Komplikationen verhindern, da sie bei keiner modernen
Bestrahlung mehr nachgewiesen werden können. o
Intraoperative
Therapie als ein der perkutanen Bestrahlung vorgezogener Boost spart keine
Patientinnen-Zeit, wenn man Kurzschemen, partielle Brustbestrahlung oder IMRT
anwendet.
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Prof. Dr. med. Urs Martin Lütolf Direktor Klinik für Radio-Onkologie UniversitätsSpital, 8091 Zürich |
Herzlichen Dank für den Vortrag! |
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