Was ist zu tun vor einer Operation bei Verdacht auf Brustkrebs?
Die Vorgeschichte zeigt, es waren Fehler gemacht worden:
zu langes Zuwarten für eine Abklärung der Mikroverkalkungen - bei der Verhärtung zu langes Hinausschieben einer entsprechenden Mammographie - eine ins Leere gestochene Gewebeprobe mit falscher Diagnose. Ich wollte mich nun selber um das Weitere bemühen, ein Brustzentrum schien mir der richtige Ort zu sein.
Welche Angebote sollte ein Brust-Zentrum aufweisen können?
5. Januar 2004: Ich brachte die Mammographiebilder samt Diagnose vom 11.11.03 (kein Kazinomnachweis) zum Brustzentrum und bat, mir doch gleich den Knoten zu entfernen, ambulant, ohne Operation. Inzwischen hatte ich doch ein ungutes Gefühl deswegen bekommen, der Knoten war wieder etwas grösser geworden.
Der Arzt meinte, er würde in meinem Fall auf Grund der Mammographiebilder eine übliche Gewebeprobe/Biopsie vorziehen, aber ich insistierte auf einer kompletten Entfernung des Knotens aufgrund der vorliegenden "guten" Diagnose.
Der Knoten wurde ambulant und
unter Lokalanästhesie zu etwa 80 % entfernt.
Vier Ultraschallbilder stellen die Vacuum-Biopsie
mit VacuFlash® (Tumorektomie mit grosser Nadel) dar.
Ein Druckverband während 48 Stunden um den Oberkörper im Brustbereich sollte verhindern, dass sich Blut in der durch die Knotenentfernung entstandenen Höhle stauen konnte. Leider hat sich schon während der ersten Nacht der Druckverband verschoben, ich habe diesen selber nicht mehr richtig anbringen können. So konnte sich ein Bluterguss rund um die Knotenstelle bilden. Dies sah allerdings schlimmer aus (siehe Bild), als es war.
Die verschiedenen farbigen Flecken wurden immer heller, zwischen Einstichstelle und Brustwarze bildete sich etwas später jedoch eine Verdickung (Hämatom).
Die Mammographiebilder vom 11.11.03 wurden nochmals durch einen weiteren Röntgenarzt begutachtet:
Der Knoten in der
linken Brust war nun doch ein Krebs.
Nun wurden die Mikroverkalkungen in der rechten Brust auch genauer untersucht, Gewebeproben sollten Aufschluss geben. Dies geschah ambulant unter Lokalanästhesie.
der Trucut®-Stanzbiopsie Mikroverkalkungen rechts und
der Trucut®-Stanzbiopsie Achsellymphknoten links
Auch von einem
vergrösserten Lymphknoten in der linken Achsel musste eine Gewebeprobe entnommen werden, ebenfalls ambulant und unter Lokalanästhesie.
Hier ist wichtig, zu wissen, ob die Achsellymphknoten schon befallen sind. Wenn ja, müssten diese dann bei der Operation ebenfalls entfernt werden.
Falls ohne Befall, könnte bei der Operation eine Sentinel-(=Wächter)-Lymphknoten-Biopsie
(SLB) gemacht werden, damit die Nebenwirkungen vermieden werden können, welche meistens nach einer üblichen Entfernung der
Achsellymphknoten auftreten.
(Erklärung des Ablaufs "MAMMOTOME® VACUUM-BIOPSIE")
...und Mammotome® Biopsien der Mikroverkalkungen rechts sollten hier Klarheit schaffen.
Unter Röntgenkontrolle wurde die stereotaktische Vacuumbiopsie (siehe nebenstehende Darstellung) ambulant und unter Lokalanästhesie durchgeführt, um Gewebeproben der Mikroverkalkungen zu erhalten.