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THERAPIE adjuvant |
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Welche Therapien sind nach der Brustkrebs-Operation vorgesehen?
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Als adjuvante Therapie bezeichnet man die zusätzliche Chemo-, Radio- oder Hormontherapie bei Krebspatienten, deren Tumor bereits operativ entfernt wurde (lat. adiuvare: unterstützen). Die adjuvante Therapie soll helfen, z.B. nicht mehr nachweisbare Mikrometastasen zu zerstören und Tumorzellen in Blut- oder Lymphbahnen abzutöten. Die adjuvante Therapie kann idealerweise das Wiederauftreten bzw. die Metastasenbildung eines Tumors verhindern oder aber die Zeit bis zu einem Rezidiv verlängern.
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Nach der brusterhaltenden Operation ist nun zwingend eine Radiotherapie (Bestrahlung) durchzuführen, um sicher zu gehen, dass wirklich keine Krebszellen mehr vorhanden sind. Eine zusätzliche Therapie ist die Einnahme von Medikamenten während fünf Jahren.
Glücklicherweise zeigten die Laboruntersuchungen meines Tumors und die weiteren Abklärungen eine günstige Ausgangslage, so dass bei mir keine Chemotherapie angezeigt war.
Welche Frauen brauchen eine Chemotherapie? Zum Statement "Chemotherapie" von Prof. Dr. Beat Thürlimann, St. Gallen: |
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RADIOTHERAPIE
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postoperative Radiotherapie wird mit täglichen Therapiesitzungen (werktags,
d.h. 5 x pro Woche) während 4 bis 6 Wochen durchgeführt. Einzeldosis und
Gesamtdosis sind von der Situation abhängig. Bestrahlt wird in der Regel die
ganze Brust, eventuell wird für die letzten Therapiesitzungen die
Bestrahlung auf den ehemaligen Tumorsitz eingeschränkt.
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Sehr wichtig ist eine gute Bestrahlungsplanung, damit die Nebenwirkungen möglichst klein gehalten werden können.
Die Dosisverteilung wird computerunterstützt berechnet und optimiert. Damit im Gewebe eine gleichmässige Dosisverteilung resultiert, kommen in der Therapiemaschine (in den Abbildungen nicht sichtbare) Filter zum Einsatz.
Die vom Planungscomputer berechneten Einstellungen werden elektronisch an die Therapiemaschine transferiert. Dort gewährt eine elektronische Absicherung, dass die Behandlungen mit den korrekten Einstellungen wie geplant durchgeführt werden. |
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Einstrahlfelder aus der Sicht des Therapiegeräts (beam's eye view): Digital rekonstruiert sehen sie (wie in einem Röntgenbild) den Körper. Das Einstrahlfeld ist blau oder violett markiert, in den schraffierten Flächen ist der Therapiestrahl abgedeckt. Im Schema in der linken Ecke ist die jeweilige Einstellung der Therapiemaschine eingeblendet.
Die Bestrahlung erfolgt in Rückenlage mit ausgestreckten Armen. Bestrahlungsdauer ca. 1 Minute für jedes Bestrahlungsfeld.
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vier BILDER |
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Drei Termine sind vor der eigentlichen Bestrahlung vorgesehen:
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-Aufklärungs-Gespräch über die Bestrahlung bei einem Arzt in der Radiologie. -Computertomographie, damit die Bestrahlung körpergerecht geplant werden kann. -Simulation, bei der die Markierungen für die Bestrahlung auf dem Oberkörper angebracht werden.
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TIPP zum Termin "Simulation": |
Vor dem Termin "Simulation" die zu bestrahlende Brust und Körperseite nur gründlich waschen, da auf einer eingeölten/eingecremten Haut die Filzstift-Markierungen für die Bestrahlung sehr schnell verwischen. Die Markierungen müssen während der ganzen Bestrahlungszeit gut sichtbar bleiben. Das Waschen von Brust und Körperseite wird durch die Markierungen erschwert.
Falls die Haut nicht sensibel auf Kleber reagiert, können die Markierungen abgedeckt werden mit durchsichtiger Folie, trotzdem muss von Zeit zu Zeit nachgezeichnet werden. |
| Bei einem Bestrahlungstermin ist es sehr wichtig, ganz pünktlich zu erscheinen, damit die jeweils vorgesehene Zeit von 15 Minuten für das Entkleiden, die Bestrahlung und das Ankleiden eingehalten werden kann. Bei beidseitiger Bestrahlung braucht es ca. 20 Minuten. | |
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Nach etwa 2 – 3 Wochen Bestrahlung wird sich die Haut
ziemlich sicher immer mehr röten, dann beginnt auch das Jucken,
je nach Hauttyp. Nicht einengende Unterwäsche, speziell aus Seide, ist da
sehr empfehlenswert. Während der ganzen Zeit wird wöchentlich ein Arzt die bestrahlte Haut ansehen und gegebenenfalls eine spezielle Creme zur Linderung anordnen. Eigene Salben sollten nicht verwendet werden! |
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Die nachstehenden Bilder zeigen die Veränderung meiner Haut nach der Bestrahlung: |
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Aussehen nach 5 Wochen Bestrahlung: Auf den Bildern links fehlten noch zwei Bestrahlungen zum Total von 50 Gy.
Nach der letzten Bestrahlung wurden die Markierungen entfernt. |
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4 Tage waren seit der Bestrahlung vergangen, Dermovate NN Creme (vom Dermatologen), während dieser 4 Tage aufgetragen, hatte die Bläschen fast zum Verschwinden gebracht. |
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Danach hatte Solcoseryl Gel (vom Dermatologen), während 14 Tagen aufgetragen, die sehr belastete Haut erneuert, die bestrahlte löste sich in Fetzchen ab.
Von da an wurde das Aussehen jeden Tag besser, das Jucken liess nach. |
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Das Aussehen 4 Wochen nach Bestrahlungsende:
zum Anklicken: vier BILDER |
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Die Haut wurde immer schöner, jedoch musste ich während der ersten vier Wochen die Sonne meiden. |
Gespannt war ich auf die Brustform nach drei Monaten. So lange können nämlich noch Veränderungen des Gewebes auftreten, z.B. kann die Brust klein und hart werden. |
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3 Monate nach Bestrahlungsende gefiel mir die "neue" Brust schon recht gut:
zum Anklicken: vier weitere BILDER |
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Ich bin positiv überrascht: Die Haut ist wunderbar geworden, sie fühlt sich weich und fein an. Die Narben sind noch gut sichtbar. Das Volumen der Brust ist nun zwar beidseits ca. ein Viertel kleiner, aber durch die neue Formgebung während der Operation sieht sie ästhetisch = schön aus. |
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TIPP für die Zeit nach der Bestrahlung
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Die Bestrahlung verändert meistens die Brust, es bilden sich darin harte Stellen. Diese Verhärtungen können mit zwei Fingern zerdrückt werden, aber dies müsste mindestens zweimal täglich erfolgen und sofort nach Ertasten der ersten harten Knöllchen. Am besten wird nach dem Zerdrücken dieser Verhärtungen die ganze Brust wie ein Schwamm durchgeknetet.
Obiges ist zwar eine kleine Prozedur, aber sie lohnt sich sehr! Ein halbes Jahr habe ich das Brustgewebe nun durchgeknetet, Verhärtungen sind keine mehr vorhanden. Die Brust ist zwar klein, das Gewebe hat sich jedoch in letzter Zeit verfestigt und eine gleichmässig runde Form angenommen (BH ist überflüssig). Das gute Ergebnis freut mich sehr! Etwa fünf Monate nach der Bestrahlung hat die ständige Verhärtung des Brustgewebes aufgehört. Ich knete immer noch täglich kurz durch, um die Narben geschmeidiger zu machen. |
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| Frauen mit hormonempfindlichem Brustkrebs erhalten im Anschluss an die Behandlung während fünf Jahren ein Medikament, das verhindern soll, dass das Hormon Östrogen noch vorhandene Krebszellen stimuliert. |
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Mein Krebstyp zeigte Positivität für: links 40 % Östrogen- und 20 % Progesteron-Rezeptoren rechts 100 % Östrogen- und 40 % Progesteron-Rezeptoren |
Ich darf
Tamoxifen (wie sonst üblich bei brusterhaltender Operation) nicht einnehmen wegen einer früher
aufgetretenen Beinvenen-Thrombose. Ein Aromatasehemmer wurde mir verordnet. Start der täglichen Tablette "Arimidex" war am 16.5.04. (Wie lange? siehe Nachsorge.) |
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