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<  Verlauf bis OP  ~  Ist bei Mikroverkalkungen eine Biopsie möglich?
erru
BeitragVerfasst am: 03.12.2005 04:00  Antworten mit Zitat
Admin. / Mod.


Anmeldungsdatum: 23.11.2005
Beiträge: 357
Wohnort: Neerach, Region Zürich

Meine Mammographiebilder zeigten Mikroverkalkungen. Der Röntgenarzt meinte, diese Ansammlung von kleinen weissen Punkten könnte dann mal Krebs ergeben, ich solle diese besser herausoperieren lassen. Was ich dann nicht tat, eine Operation machte mir Angst.
Sieben Jahre später, nach regelmässiger Mammographie, schienen die Punkte immer noch gleich auszusehen, mehr hatte es auch nicht gegeben. Erst jetzt stiess ich auf "Biopsien" im Internet.

Ein neu aufgetauchter Knoten in der anderen Brust brachte dann auch die Mikroverkalkungen wieder in den Vordergrund: jetzt mussten diese doch noch genauer untersucht werden.
Wie geht das nun vor sich? Mikroverkalkungen sind ja nicht tastbar, auch nicht im Ultraschall ersichtlich.

Eine klare Diagnose war aber vor der Operation erwünscht. Bei einer Diagnose Krebs müsste dann auch mehr Gewebe entnommen werden, ebenso Lymphknoten. Eine Gewebeprobe von Mikroverkalkungen musste somit unter Röntgenkontrolle erfolgen mittels stereotaktischer Vacuum-Biopsie, auch Mammotome Biopsie genannt. Der Aufwand für diese Art der Biopsie ist recht gross, nicht überall ist also eine solche durchführbar. Jedoch ist die Diagnose absolut zuverlässig.

In www.brustkrebsverlauf.info/vor_der_operation.htm habe ich unter "Abklärungen" eine schematische Darstellung und eine Animation über die stereotaktische Mammotome Vacuum-Biopsie unter Röntgenkontrolle eingefügt. Die bei der Biopsie gemachten Röntgenbilder sind ebenfalls in der Homepage enthalten.

Eine Woche später war dann klar: die Mikroverkalkungen waren bösartig geworden (LCIS und Herd eines gut differenzierten invasiv duktalen Mammakarzinoms). Der ganze Herd wurde sehr grosszügig herausgenommen. Zusätzlich wurde während der Operation eine Sentinel-Lymphknoten-Biopsie gemacht.
Die Entnahme der Wächter-Lymphknoten hätte vermieden werden können, wenn die Mikroverkalkungen also noch nicht in Krebs übergegangen wären.

Mein Rat: nicht so lange zuwarten bis zur Abkärung der Mikroverkalkungen. Bei mir war es eindeutig zu lang!
Ich hoffe, diese Angaben können bei aufgetretener Unsicherheit weiterhelfen.
Erika Rusterholz


Zuletzt bearbeitet von erru am 17.06.2009 11:06, insgesamt 1-mal bearbeitet
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cra
BeitragVerfasst am: 10.12.2005 02:39  Antworten mit Zitat



Anmeldungsdatum: 10.12.2005
Beiträge: 9
Wohnort: Zürich

Früher musste Kalk, der verdächtig aussah, durch eine Operation herausoperiert werden.
Heute kann man einen Teil der Veränderungen im Ultraschall erkennen und unter Ultraschallkontrolle mittels einer Nadelbiopsie abklären:
Merkblatt Mammotomebiopsie (pdf-Datei)

Veränderungen, welche nicht im Ultraschall sichtbar sind, kann man unter Röntgenkontrolle stereotaktisch angehen.
Ein Aufklärungsblatt hierzu liegt auf:
Merkblatt Stereotaxie (pdf-Datei)

C. Rageth
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