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Schmerz22
BeitragVerfasst am: 03.02.2007 00:54  Antworten mit Zitat



Anmeldungsdatum: 03.02.2007
Beiträge: 1

Mein Frauenarzt hat nach mehrwöchigen Brustschmerzen, Bruststechen und dem Ertasten von kleinen Knoten im äusseren oberen Bereich der Brust festgestellt, ich hätte eine kleine Mastopathie. (Ultraschall)

Nun habe ich ein Hormon-Gel bekommen (progesteron oder so...). Ich wende dies zwei Mal täglich an und spüre keine Verbesserung. Manchmal habe ich nun sogar Schmerzen, ohne die Brust zu berühren oder mich zu bewegen... Die Brüste sind ziemlich gewachsen und fühlen sich straffer, viel fester an. Der Schmerz ist ein Ziehen oder Stechen. Und teils fast nicht erträglich.

Ich nehme seit zwei Jahren die Pille Cerazette (enthält keine Östrogene), seit zwei Jahren habe ich auch meine Periode nicht mehr. Im Internet habe ich gelesen, dass eine Mastopathie aus zu vielen Östrogenen entsteht. Das kann bei mir ja fast nicht sein?!?

Ich habe auch erfahren, dass aus einer Mastopathie Brustkrebs entstehen kann, und das beunruhigt mich sehr.

Nun meine konkreten Fragen:

- kennt sich jemand aus mit Mastopathie?
- gibt es andere Mittel ausser meinem Gel?
- vielleicht auch sogenannte Hausmittel?
- soll ich die Pille absetzen, obwohl sie keine Ă–strogene hat?
- könnten meine Anzeichen auch auf eine Schwangerschaft hindeuten?
- wie könnte ich meine Schmerzen etwas dämpfen?

Danke fĂĽr Eure Antworten!
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das
BeitragVerfasst am: 17.02.2007 15:47  Antworten mit Zitat



Anmeldungsdatum: 16.02.2007
Beiträge: 5
Wohnort: Nähe Zürich

Mastopathie leitet sich ab von griechisch MASTOS (= die Brust) und PATHIE (= Leiden, Erkrankung). Mit Mastopathie ist eine Brustveränderung gemeint, die eine durch Oestrogeneinfluss verstärkte Umbaureaktion der Brust kennzeichnet, wobei es zur Ausbildung von mehr Bindegewebe kommt und dann eben auch zu Veränderungen im Gangsystem der Brust, indem die Gänge sich aufweiten, es zu Stauungen und zu Zysten kommen kann. Dieser Umbau der Brust kommt durch eine relative und lokale Empfindlichkeit der Brust gegenüber Oestrogenen zustande, der genaue Zusammenhang ist allerdings unklar.

Auch wenn der Oestrogenspiegel im Blut nicht besonders hoch ist, kann die Brust dennoch lokal überempfindlich reagieren. Diese Empfindlichkeit kann sich mit zunehmendem Alter aufbauen, verläuft aber häufig wechselhaft, d.h. wird stärker und wieder schwächer, und häufig sind auch beide Brüste nicht ganz gleich stark betroffen.

Die Behandlung kann darin liegen, dass eben lokal Gestagene ("beruhigendes" weibliches Gelbkörperhormon) in Form von Creme oder Gel angewendet werden. Ich empfehle den Frauen mit diesem Problem aber fast noch lieber Mönchspfeffer.
Mönchspfeffer ist eine bestimmte Sorte der Pfefferpflanze und völlig natürlich (ein Phytotherapeutikum), das zerrieben in Tabletten- oder Tropfenform eingenommen werden kann. Es hilft zwar nicht von heute auf morgen, dafür über längere Zeit und oft auch noch Monate über die Einnahme hinaus. Allerdings muss es täglich über zirka 3 Monate angewendet werden.

Mönchspfeffer hilft auch bei anderen Beschwerden dieses Formenkreises, nämlich beim sogenannten prämenstruellen Syndrom (PMS), welches neben Brustschmerzen auch Bauchweh, Stimmungsschwankungen, Kopfschmerzen, schwere Beine etc beinhaltet. Auch diese Veränderungen werden durch Mönchspfeffer positiv beeinflusst.
Mönchspfeffer hat kaum unangenehme Nebenwirkungen und wird sogar durch die Krankenkasse vergütet, falls es von einer ärztlichen Person rezeptiert wird. Es ist aber rezeptfrei in der Apotheke und wohl auch in der Drogerie erhältlich. Zusätzlich können die Schmerzen mit kühlenden Wickeln (Quarkwickel, Eisanwendung) gedämpft werden. Es gibt auch Gele, die entzündungshemmende Wirkung haben (zB Inflammac Lotio Emulgel). Das alles wirkt aber nur im Moment der Anwendung.

Die Gestagenpille abzusetzen ist eine Möglichkeit, aber eine nicht sehr vielversprechende. Es stellt sich dann immer auch die Frage nach einer alternativen Verhütung.

Die beschriebenen Schmerzen sind nicht sehr typisch für eine Schwangerschaft. Eine Schwangerschaft führt zwar häufig zu empfindlichen Brüsten, aber häufig ist dann vor allem der Brustwarzenbereich sehr empfindlich. Bei der Mastopathie hingegen sind meistens die äusseren Bereiche der Brust am schmerzhaftesten. Zudem ist die Cerazette Pille bei regelmässiger Einnahme als sehr sicher zu betrachten. Sicherheitshalber müsste allerdings ein Schwangerschaftstest gemacht werden, wenn Sie nicht ganz sicher sein können, nicht schwanger zu sein (unregelmässige Pilleneinnahme, Durchfall oder Erbrechen etc).

Die Gefahr von Brustkrebs hängt sehr stark von der Ausprägung der Mastopathie ab. Das Risiko ist in der Regel nur wenig erhöht. Besprechen Sie mit Ihrer Aerztin/Ihrem Arzt, wie Sie die Vorsorge gestalten möchten. Selber können Sie mit viel Bewegung, gesunder Ernährung, wenig Alkohol und genügend Schlaf auch ein bisschen dazu beitragen, dass Ihre Brüste gesund bleiben/werden.


Dr. Danielle Schreiber, Chefärztin Frauenklinik
Bezirksspital Affoltern, CH-8910 Affoltern a.A.
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Simone9901
BeitragVerfasst am: 06.04.2009 11:02  Antworten mit Zitat



Anmeldungsdatum: 01.09.2008
Beiträge: 4
Wohnort: Nähe Bremerhaven

Hallo Ihr Lieben,

bei mir wurde doch vor einiger Zeit eine Mastopathie Grad III festgestellt. AuĂźerdem habe ich schon ziemlich viele Lipome in beiden BrĂĽsten gehabt, habe wohl auch noch andere davon.
Jetzt wurde ich vor etwa 4 Wochen an beiden BrĂĽsten operiert, und mir wurden jeweils zwei groĂźe Lipome aus beiden BrĂĽsten entfernt.

Leider hatte man vergessen, den Knoten zu entfernen, der eigentlich auffällig war. Das ist mir erst aufgefallen, nachdem das Pflaster abgenommen worden ist. Als ich das im KH angesprochen hatte, meinte man nur, dass der Arzt, der am Morgen vor der OP die Knoten anmarkierte, den wohl leider vergessen hatte.

Da meine Mama an Brust- und Eierstockkrebs erkrankt ist, meinte mal ein Arzt, dass ich regelmäßig zur Vorsorge gehen und ggf. mal ein MRT von der Brust machen lassen solle. Nur, irgendwie klappt das hier nicht mit den Ärzten bei mir. Sieht wohl keiner als notwenig an.

Auf jeden Fall muß ich jetzt bald ins KH auf die Gynäkologie. Dort soll man mich wegen meiner Beschwerden im Unterleib gründlich untersuchen:
Ich habe schon sehr lange einen stark geschwollenen Bauch und starke Schmerzen im Unterleib, die vom Bauch, ins Becken und in den RĂĽcken gehen.
AuĂźerdem habe ich jeden Tag Ausfluss und noch nie so starke Regelblutungen gehabt, wie in den letzten Monaten.
Dann habe ich in der rechten Leiste ganz schön geschwollene Knoten.
Vielleicht wäre es ja gar nicht falsch, den Ärzten in dem KH das mit meiner Brust nochmal zu zeigen??

Was bedeutet das ĂĽberhaupt, eine Mastopathie Grad III zu haben??

LG Simone

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das
BeitragVerfasst am: 08.04.2009 17:45  Antworten mit Zitat



Anmeldungsdatum: 16.02.2007
Beiträge: 5
Wohnort: Nähe Zürich

Meine Antwort zur Frage:
"Was bedeutet das ĂĽberhaupt, eine Mastopathie Grad III zu haben?"


Mastopathie Grad III heisst an sich "nur", dass die Veränderungen ausgeprägt sind und dass damit die Brust sehr dicht und sehr inhomogen ist. Sie ist damit schwierig zu untersuchen.

Es ist damit aber nicht gesagt, dass das Risiko für Brustkrebs grösser ist; d.h. Mastopathie ist keine "Präkanzerose", bzw. (fakultative) Vorstufe für Brustkrebs.
Sorgen mĂĽssen Sie sich also keine machen.

Alles Gute wĂĽnscht

Dr. Danielle Schreiber, Chefärztin Frauenklinik
Bezirksspital Affoltern, CH-8910 Affoltern a.A.
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Simone9901
BeitragVerfasst am: 08.04.2009 18:25  Antworten mit Zitat



Anmeldungsdatum: 01.09.2008
Beiträge: 4
Wohnort: Nähe Bremerhaven

Hallo,
lieben Dank für Ihre Antwort!! Das Problem ist, dass ich auch noch ziemlich viele Lipome in beiden Brüsten habe. Man hat mir jetzt gesagt, dass ich aufgrund der Krebserkrankungen meiner Mama, Oma und Tante regelmäßig zur Vorsorge gehen sollte. Vielleicht sollte ich den Knoten, den man bei der letzten OP vergessen hatte in dem Krankenhaus wo ich bald einen Termin habe noch mal zeigen.
LG Simone

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das
BeitragVerfasst am: 09.04.2009 08:19  Antworten mit Zitat



Anmeldungsdatum: 16.02.2007
Beiträge: 5
Wohnort: Nähe Zürich

Liebe Simone,

Zeigen auf alle Fälle! Regelmässige Vorsorge auf alle Fälle!

liebe GrĂĽsse
Danielle Schreiber

Chefärztin Frauenklinik
Bezirksspital Affoltern, CH-8910 Affoltern a.A.
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Simone9901
BeitragVerfasst am: 09.04.2009 10:36  Antworten mit Zitat



Anmeldungsdatum: 01.09.2008
Beiträge: 4
Wohnort: Nähe Bremerhaven

Liebe Daniela Schreiber,

dann werde ich das auf jeden Fall machen!! Kann man denn beim Ultraschall die ganzen Knoten unterscheiden??
LG Simone

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selma
BeitragVerfasst am: 14.03.2010 15:31  Antworten mit Zitat



Anmeldungsdatum: 14.03.2010
Beiträge: 2

Hallo!

Also mein Thema bezieht sich auf Mastopathie.
Ich bin 26 und habe seit fast 2 Jahren Mastopathie, und die Ă„rzte sagen, dass das nichts ist, worĂĽber ich mir Sorgen machen sollte.
Das erste mal habe ich Mammographie gemacht, und nach einem Jahr habe ich wieder Mammographie gemacht, wobei beim zweiten Mal man nicht so gut sehen konnte, weil ich 2 Monate davor angefangen habe, die Pille einzunehmen und meine Periode unregelmäßig geworden ist (das sollte in den ersten paar Monaten normal sein, wenn man die Pille nimmt).
Aber dem Ultraschall nach soll es wieder nichts Schlimmes sein, auĂźer dass die von 5 mm auf 6 mm gewachsen sind (es sind mehrere). DafĂĽr muss ich nach 6 Monaten wieder eine Ultraschalluntersuchung machen.

Seitdem ich davon weiss, habe ich andauernd Schmerzen in dieser Brust (linken), und deswegen hat mir auch mein Arzt die Pille vorgeschrieben.
In den ersten zwei Monaten waren die Schmerzen weg und jetzt, im dritten Monat mit der Pille, sind die Schmerzen wieder da. Die BrĂĽste sind immer angespannt, und ich kann fast keinen BH mehr tragen.
Überall lese ich: so lange es weh tut, sollte es nicht Bösartiges sein.

Nur jetzt, in den letzten vielleicht 10 Tagen, tut mein linker Arm weh. Die Schmerzen sind im Oberarm, und manchmal habe ich nur das GefĂĽhl, dass mir in diesem Teil, wo es weh tut, kalt ist. Als ob es von irgendeiner Seite zieht, was nicht sein kann - smiling smiley. Und manchmal auch das komische ErstarrungsgefĂĽhl in meiner Hand, meistens in den Fingern.

Ich habe die letzte Kontrolle vor einem Monat gemacht und habe der Ă„rztin nichts davon gesagt, weil die Schmerzen nicht da waren, erst vor 10 Tagen habe ich das bemerkt.

Ich weiss nicht, ob ich mir Sorgen machen soll, und ob ich mir das nur einbilde, dass ich alle diese Schmerzen habe. In meiner Familie hatte keiner einen Brustkrebs oder ĂĽberhaupt Mastopathie.

Bitte um Hilfe, um einen Rat oder irgendwas, weil ich nicht weiss, was ich jetzt tun soll. Ich denke andauernd an das und vernachlässige damit meine Uni, kann mich nicht konzentrieren, weil ich diese Schmerzen habe.

Ich bedanke mich im Voraus um euren Rat.

Lg, Selma
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das
BeitragVerfasst am: 14.03.2010 17:36  Antworten mit Zitat



Anmeldungsdatum: 16.02.2007
Beiträge: 5
Wohnort: Nähe Zürich

Liebe Selma,

Nach dem, was ich höre, läuft alles sehr korrekt ab. Die Mastopathie kann manchmal sehr lästig sein, und dann ist sie plötzlich wieder weg (und dann wieder da…).

Ein Versuch wäre der, die Pille umzustellen oder mit Agnus castus (Mönchspfeffer = pflanzl. Präparat) zu behandeln.

Gleichzeitig würde ich – wenn die Konzentration leidet – versuchen, mit autogenem Training oder Massagen die schönen Seiten des Körpers wieder in den Vordergrund zu stellen.

Ich kann nur bestätigen, dass wohl nichts Gefährliches vorliegt.
Auf der anderen Seite spielt ja dann manchmal die Seele verrückt, und da helfen oftmals auch andere Ansätze, wie oben beschrieben.

Alles Gute!

Dr. Danielle Schreiber, Chefärztin Frauenklinik
Bezirksspital Affoltern, CH-8910 Affoltern a.A.
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selma
BeitragVerfasst am: 14.03.2010 18:16  Antworten mit Zitat



Anmeldungsdatum: 14.03.2010
Beiträge: 2

Danke fĂĽr Ihre schnelle Antwort.
Ich werde es mit dem Mönchspfeffer versuchen,vielleicht wird es dann besser sein.

Lg,Selma
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