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erru
BeitragVerfasst am: 13.07.2013 07:18  Antworten mit Zitat
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Anmeldungsdatum: 23.11.2005
Beiträge: 357
Wohnort: Neerach, Region Zürich

Senologie aktuell:

FHA Frauenheilkunde aktuell ist eine Fachzeitschrift speziell über Frauenheilkunde.
In der Ausgabe vom 21/4/2012 ist ein sehr ausführlicher Artikel erschienen über

Mastektomie – konventionelle, mamillenersetzende und mamillenerhaltende Verfahren
von Prof. H. Peter Scheidel und Dr. Tobias Kurz

Vorwort:
Goldstandard der operativen Therapie des Mammakarzinoms ist das brusterhaltende Vorgehen (BET) unter Erreichung tumorfreier Resektionsränder, gefolgt von einer Brustbestrahlung und der angemessenen adjuvanten medikamentösen Therapie. Hierbei können mit der Mastektomie vergleichbare Über­lebensraten bei etwas erhöhten Lokalrezidivraten erzielt werden (Tab. 1). In den Industrieländern werden heute ca. 60 % der Mammakarzinome organerhaltend operiert, in deutschen Brustzentren sind es über 80 %.

Aus dem Inhalt:
Das lokoregionäre Rezidiv nach BET
Wandel in der Therapie?
Reoperationen nach BET
Mastektomie, aber wie?
Wie radikal ist radikal genug?
Hautsparende Mastektomie (SSM)
Mamillenerhaltende Verfahren
Kosmetische Ergebnisse

Fasst man die internationalen Erfahrungen zusammen, wird erkennbar:
1. Obwohl eine brusterhaltende Operation primär möglich scheint, wird bei ca. 8 % der Patientinnen eine sekundäre Entfernung der Brust erforderlich.
2. Das Risiko einer Reoperation ist größer bei Frauen mit einer DCIS-Komponente als bei solchen mit invasiven Tumoren ohne DCIS (29,5 % vs. 18,0 %).
3. Jüngere Frauen werden häufiger reoperiert als ältere.
4. Bei ca. 40 % der Frauen, die primär brusterhaltend behandelt wurden, wird bei der Zweitoperation eine Mastektomie durchgeführt.

Kernaussagen:
• International nimmt der Anteil der Mastektomien im Vergleich zur Brusterhaltung zu.
• Die hautsparende (SSM) und die mamillenerhaltende Mastektomie (NSM) mit sofortiger oder späterer Brustrekonstruktion wird in ausgewählten Fällen als Alternative zur Brusterhaltung oder der konventionellen Mastektomie (MRM) angesehen.
• Die Frage nach der onkologischen Sicherheit sowie das Risiko postoperativer Komplikationen bei diesen Verfahren kann noch nicht abschließend beurteilt werden.
• Goldstandard der operativen Therapie des Mammakarzinoms bleibt das brusterhaltende Vorgehen unter Erreichung tumorfreier Resektionsränder, gefolgt von einer Brustbestrahlung und der individualisierten adjuvanten medikamentösen Therapie.

Zum vollständigen Artikel: klick

Prof. H. Peter Scheidel
Dr.Tobias Kurz
Kooperatives Mammazentrum Hamburg, Krankenhaus Jerusalem

(Prof. H. Peter Scheidel ist Mitglied des Vereins Brustkrebs-Wissen hilft weiter)
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