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<  Verlauf nach OP  ~  Pulsrasen - hat Arimidex dies wirklich verstärkt?
erru
BeitragVerfasst am: 23.04.2006 14:52  Antworten mit Zitat
Admin. / Mod.


Anmeldungsdatum: 23.11.2005
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Liebe Leserinnen,

Unter "Nachsorge" in dieser Homepage habe ich berichtet, dass ich unter Arimidex richtige Pulsrasattacken erlitten habe und dass dies für mich ebenfalls mit ein Grund war, um Arimidex abzusetzen.

Im vergangenen Winter, also weit über einem halben Jahr nach der Absetzung, ist das Pulsrasen wieder sehr oft aufgetreten, allerdings habe ich es mit "würgen" innerhalb der ersten zwei Minuten wieder zum Verschwinden bringen können. Manchmal dauerte dies allerdings länger. Anfangs März, einen Tag nach der Heimkehr von Italien, hatte ich wieder ein schweres Pulsrasen, das nicht mehr aufhören wollte. Mein Blutdruck sank sehr, ich konnte mich kaum mehr auf den Beinen halten, hatte andauernden Brechreiz und zwischendurch Atemnot. Vier Stunden später liess ich mich im nahen Spital medikamentös von diesem Pulsrasen erlösen, der obere Blutdruck war mittlerweile auf 60 gesunken. Nachdem das Herz wieder im richtigen Rhythmus war, fühlte ich mich sofort gut, aber ich wusste, dass dieser schnelle Puls plötzlich wieder auftreten konnte.

Fazit: diesmal konnte also Arimidex nicht als Auslöser des Pulsrasens bezeichnet werden.
Den sehr schnellen Puls kenne ich schon seit sehr vielen Jahren, er trat jeweilen dann auf, wenn mich innerlich etwas sehr beschäftigte. Seit dem Auftreten des Brustkrebses bin ich sehr viel sensibler geworden, und das verstärkte Auftreten des Pulsrasens während der Einnahme von Arimidex könnte somit damit zu tun haben.

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Die folgenden Zeilen sind für ebenfalls mit Pulsrasen/Herzrasen Belastete gedacht. Ich gebe wider, wie ich mich von diesem Leiden erlösen liess:

Anhand von EKG's, welche während der letzten und einer früheren Attacke im Spital gemacht worden sind, konnte festgestellt werden, dass es sich bei mir um eine supraventrikuläre Tachykardie handelte, also um eine Fehlleitung (wahrscheinlich seit jeher), und bei mir vermutlich im rechten Vorhof unterhalb des AV-Knotens gelegen. Diese könne mittels Katheter-Ablation (Verödung) unterbrochen werden, so dass das Pulsrasen höchstwahrscheinlich nie mehr auftrete.
Das tönte sehr gut, nur hatte ich enorme Angst vor Komplikationen, welche mir ebenfalls unterbreitet worden sind.

Aber dann, ab ungefähr Mitte letzten Monats, hatte ich kaum einen Tag ohne vermehrtes, meistens ganz kurzes, aber auch über zweistündiges Pulsrasen.
Am 12. April habe ich den Eingriff nun machen lassen:
Drei Katheter wurden in der Leiste (Lokalanästhesie) durch die Vene bis zum Herz eingeschoben. Im Vorhof wurden sie plaziert: einer beim Sinus-Knoten, einer beim AV-Knoten und der dritte beim vermuteten Arrhythmie-Herd darunter. Auf einem Monitor konnte ich diesen Vorgang verfolgen, es war sehr spannend. Dann wurde mittels Computer das Pulsrasen künstlich ausgelöst. Der sich in der Nähe befindliche Katheter wurde entfernt und durch einen Elektrodenkatheter ersetzt, welcher nun Hochfrequenzstrom an das Gewebe abgab, dieses erhitzte und damit die falsche Erregungsleitung unterbrechen konnte.

Für mich ist nun eine bessere Lebensqualität eingetreten - hätte ich diesen Eingriff nur schon früher durchführen lassen!
Uebrigens: nicht nur Frauen sind von diesem Pulsrasen betroffen, mein Mann war es auch bis zum 19. April! Er hat's ebenfalls gewagt, weil es mir so gut ergangen ist.

Liebe Grüsse
Erika Rusterholz
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Sonja
BeitragVerfasst am: 25.04.2006 10:55  Antworten mit Zitat
Gast





Liebe Erika

Das sind ja Neuigkeiten...
Nun hoffe ich ganz fest, dass es Dir und Deinem Mann besser geht und, dass Ihr enorm an Lebensqualität profitiert habt!!!


Alles Liebe und Gute
Sonja
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erru
BeitragVerfasst am: 11.02.2010 08:05  Antworten mit Zitat
Admin. / Mod.


Anmeldungsdatum: 23.11.2005
Beiträge: 160
Wohnort: Region Zürich

Liebe Interessierte,
In der Zwischenzeit habe ich zum Pulsrasen-Thema erhalten:

- von Dr. med. Christophe Wyss, Kardiologe im UniversitätsSpital Zürich, ein Video mit einem normal und dann schnell schlagenden Schema-Herz

- von der Schweizerischen Herzstiftung einen erklärenden Text mit Bild aus der Patienteninformation "Herzrhythmusstörungen" über die
Paroxysmale (supraventrikuläre) Tachykardie

Eine Seite mit ähnlichem Text, wie im obigen Beitrag, enthält diese beiden Zusätze und kann hier angeklickt werden.

Auch heute noch bin ich überzeugt, dass die Katheter-Ablation im 2006 das einzig Richtige war, um vom Pulsrasen wegzukommen.

Herzlich, Erika Rusterholz
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