Ein Brustkrebs und sein Verlauf: Inhaltsübersicht

 
 

 

 

 

 

 

 

last update 27. Jan. 2017

Copyright © Nov. 2004

Erika Rusterholz

Medical Support:

PD Dr. Mathias Fehr

PD Dr. Christoph Rageth

 

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NACHSORGE

 

 

 

Der Brustkrebs ist entfernt, Therapien sind verordnet.

 

Es ist nun sehr wichtig, dass in regelmässigen Abständen die operierte Brust untersucht wird, um eventuell aufkommende neue Krebszellen sofort zu erkennen.

Für die Nachsorge habe ich das Brust-Zentrum Zürich gewählt, den Arzt (PD Dr. med. Christoph Rageth, siehe "Abklärungen") kannte ich ja bereits von den Biopsien her. Er hatte mich nun zur ausführlichen Untersuchung drei Monate nach Ende der Radiotherapie aufgeboten. Angst davor, es könnte sich schon etwas Böses entwickelt haben, hatte ich keine, denn ich wusste ja, dass der Krebs weit im Gesunden herausgeschnitten worden war. Und die gut geplante Bestrahlung hat sicher die letzte Krebszelle abgetötet...

 

Wie sich meine Nachsorge gestaltet:

 

1./2./3. Jahr

4./5. Jahr

ab 6. Jahr

3 x jährlich Ultraschall beider Brüste inkl. Achseln, 1 x jährlich Mammographie beidseits

2 x jährlich Ultraschall beider Brüste inkl. Achseln, 1 x jährlich Mammographie beidseits

Die Nachsorge könnte nun auf 1 x/Jahr reduziert werden, jedoch wird obiger Turnus beibehalten, um sicher zu gehen, dass wegen der nach einem Jahr abgesetzten AHT ein eventuelles Rezidiv schnell entdeckt werden kann (auch wegen der im Frühling und Herbst stattfindenden Studentenkurse)

 

ab 12. Jahr

Vorschlag: Ultraschalluntersuchung inkl. Achseln nur noch einmal pro Jahr durchführen

und jährliche beidseitige Mammographie

 

Untersuchungen im Rahmen der Operation waren: Skelettszinthigraphie, Ultraschall von Leber und Niere, Tumormarker (mehr siehe Austrittsbericht in "Operation") -

seither wurden keine weiteren Blutuntersuchungen gemacht, keine Tumormarkerbestimmung, jedoch im zweiten Jahr eine Skelettszinthigraphie wegen plötzlich stärker gewordener Rückenschmerzen (siehe 16. Jan. 2006), eine Wiederholung der Skelettszintigraphie und MRI der Lendenwirbelsäule (siehe Nachsorge 20. Nov. 2013).

Regelmässige Untersuchung der Gebärmutter mit Pap-Abstrich (PD Dr. med. Mathias Fehr).

 

Die Mammographiebilder und -CD's habe ich alle bei mir zuhause. Für diese Dokumentation sind jedoch nur einzelne Bilder in Kleinformat eingefügt, meistens dann, wenn diese etwas Spezielles zeigen.

 

Die Resultate:

 

Nachsorgeuntersuchung am 16. August 2004 - drei Monate nach Bestrahlungsende (6½ Monate nach Operation):

 

 

 

 
 

Ultraschall 3 Monate nach Bestrahlung

 Ultraschall Narbenstruktur

 

 

Mammographie 

Mammographie 3 Monate nach Bestrahlung

 
 

drei BILDER

 

 

Mammographie-Befund:

 

 

zwei BILDER

 

Beurteilung: Benigne Veränderungen, das heisst, dass die Mammographie keinen Verdacht auf eine bösartige Veränderung gezeigt hat.

Tabelle BI-RADS®-Klassifikation:

 

Ich gelte seit Jahren als Risiko-Patientin für Osteoporose. Eine Knochendichtemessung im August 2004 sollte Aufschluss geben, ob die Einnahme von "Arimidex" seit dem 16. Mai 2004 zu verantworten ist, denn ein Aromatasehemmer trägt zu einem schnelleren Knochenschwund bei. Die DXA-Messung ergab eine im Normbereich liegende Knochendichte. Jedoch auf neuen Röntgenaufnahmen war eine fortschreitende degenerative Veränderung der Lendenwirbel zu sehen.

 

 

Nachsorge am 6. Dezember 2004:

Die Ultraschalluntersuchung von Brust und Achseln zeigte nichts Aussergewöhnliches.

 

Nachsorge am 11. April 2005:

Gemäss Ultraschalluntersuchung der Brust ist alles in Odnung.

Die Rippen schmerzen etwas auf Druck. Vielleicht als Nachwirkung von der Bestrahlung her?

 

Ich möchte nach genau einem Jahr den Aromatasehemmer "Arimidex" absetzen wegen der folgenden Nebenwirkungen:

 

- Weil ich 1987 als osteoporosegefährdet eingestuft worden bin, habe ich über 16 Jahre lang Kliogest (Hormonersatz) eingenommen, welches ich nach Auftreten des Brustkrebses absetzen musste. Dem Knochenschwund ist also kein Einhalt mehr geboten, ein Aromatasehemmer fördert diesen noch zusätzlich. Meine grosse Sorge ist, dass die Knochen spröde werden und sich dadurch die beiden Hüftprothesen lockern könnten.

 

- Seit Jahren leide ich an Pulsrasen, ein Betablocker hilft bei plötzlichem Auftreten. - Während der vergangenen Monate hat jedoch auch der Betablocker nicht mehr gross genützt, ich hatte einige Attacken über viele Stunden hinweg mit sehr hohem Puls (etwa 180) und enorm niedrigem Blutdruck (etwa 85/50). Ich kam immer mehr zur Ueberzeugung, dass das Medikament "Arimidex" für die Unpässlichkeiten, verbunden mit Angstzuständen, verantwortlich sein könnte. (Anmerkung: bitte Eintrag unter 12. April 2006 beachten.)

 

- Anstatt wieder etwas zuzunehmen durch die grossen Essensportionen und den für mich aussergewöhnlich vielen Süssigkeiten, habe ich weiter abgenommen. Bei den verbliebenen 43 kg scheine ich nur noch aus überschüssiger Haut und Knochen mit einigen Muskeln dazwischen zu bestehen.

Da weiss ich allerdings nicht, ob "Arimidex" dafür verantwortlich gemacht werden kann, ich stelle einfach fest, dass ich seit dessen Einnahme ständig an Gewicht verloren habe. Ich habe mich jedoch im allgemeinen sehr gut gefühlt!

 

 

Seit dem 16. Mai 2005 nehme ich keinen Aromatasehemmer mehr

mit dem Einverständnis meines Nachsorgearztes. Eventuell noch vorhandene Krebszellen werden keine Chance haben, wieder zu wachsen, sie werden sicher frühzeitig entdeckt. Ich weiss mich in guter Obhut.

Jetzt, vier Wochen später, bin ich bereits wieder am Zunehmen! Das während der vergangenen Monate häufig aufgetretene Pulsrasen ist bis anhin auch ausgeblieben.

 

 

Nachsorge am 22. August 2005 - ein Jahr nach der letzten Mammographie:

Ultraschall Narbenstruktur

Ultraschall Lymphknoten

Mammographie

Ultraschall Lymphknoten 15 Monate nach Bestrahlung

Mammographie nach Brustkrebs-Operation

zwei BILDER

ein BILD

zwei BILDER

 

Die Mammographie hat keinen Verdacht auf eine bösartige Veränderung gezeigt. Ausführlicher Befund:

 

 

Nachsorge am 21. Dezember 2005:

Die Ultraschalluntersuchung von Brust und Achsellymphknoten zeigte nichts Aussergewöhnliches.

 

Zwar besagen die internationalen Richtlinien, dass zweimal jährlich eine gründliche Untersuchung der Brust und einmal jährlich eine Mammographie als Nachsorge genügten. Nur bei Beschwerden (Schmerzen) müssten zusätzliche Untersuchungen gemacht werden.

Wegen des abgesetzten Aromatasehemmers ist mir für dieses zweite Jahr noch eine dritte Untersuchung wichtig.

 

 

Seit letztem Sommer hatte ich vermehrt Schmerzen in der Lendenwirbelsäule. Ich wurde langsam unsicher, ob sich vielleicht doch Metastasen breit machten. Eine Abklärung würde hier Gewissheit bringen:

 

16. Januar 2006: Skelettszintigraphie

Die neuen Aufnahmen zeigen, dass die dunklen Stellen im Skelett ziemlich gut übereinstimmen mit denjenigen der Skelettszintigraphie vom 2. Februar 2004 (siehe Bild in "Operation"). Im Lendenwirbelkörper 2/3 ist im Vergleich zu 2004 jetzt ein schwarzer Punkt zu sehen. Dieser war jedoch auch damals schon angedeutet vorhanden. Also kein sicherer Hinweis auf Skelettmetastasen.

 

Eine Woche später: Vergleich der Skelettszintigraphie mit der Aufnahme der Knochendichtemessung vom August 2004 und zwei konventionellen Röntgenaufnahmen der LWS vom Sept. 2004, welche schon damals eindeutig die degenerativen Veränderungen in der Lendenwirbelsäule am Ort der heutigen Mehranreicherungen zeigten. Die Uebereinstimmung liess erkennen: kein Hinweis auf Knochen-Metastasen.

(wichtig: frühere Bilder zur Hand zu haben für Vergleiche)

Skelettszintigraphie: Ausschnitt Lendenwirbelsäule

Wirbelsäule mit den Lendenwirbelkörpern:

Knochendichtemessung

Aufnahme Aug. 04

Ausschnitt Skelettszintigraphie

vom 16. Jan. 2006

 

12. April 2006: während der vergangenen drei Monate ist das Pulsrasen wieder vermehrt aufgetreten, obwohl ich ja seit Mitte Mai 2005 kein "Arimidex" mehr eingenommen hatte. Eine dieser Attacken im März war so schlimm, dass ich mich nun von diesem Uebel befreien lassen wollte durch eine Katheter-Ablation.

Für Interessierte: die Beseitigung des Pulsrasens habe ich hier kurz beschrieben:

 

Nachsorge am 28. April 2006:

Die Brust und die Achsellymphknoten wurden auf beiden Seiten unter Ultraschall genau angesehen. Die Narbenstruktur der linken Brust schien sich etwas anders zu präsentieren. Jedoch zeigte ein Vergleich mit dem Ultraschallbild vom letzten Mal eine Uebereinstimmung der Struktur. Die Untersuchung zeigte also nichts Beunruhigendes.

 

 

Juli 2006: Das vergangene halbe Jahr habe ich in psychisch schlechtem Zustand verbracht. Ich hatte ständig Augenwasser, ein unbedachtes Wort an mich, und schon rannen die Tränen. Und dabei müsste es mir doch recht gut gehen, denn ausser altbekannten Rückenbeschwerden ist doch alles bestens.

Auch ist mir aufgefallen: die Haut ist dünn geworden und sehr anfällig für Kratzer. Mein Gaumen ist so trocken, Flüssiges schafft nur kurz Abhilfe. Ich erwache deswegen sehr oft während der Nacht.

Ich leide sichtlich unter dem Mangel an Geschlechtshormonen. Mein Körper produziert wohl kaum mehr Oestrogene, auch deshalb, weil es mir die letzten zwei Jahre nicht mehr möglich war, etwas Fett anzusetzen. Somit ist auch das Risiko des weiteren Knochenschwunds vorhanden.

Kliogest (Hormonersatztherapie mit den Wirkstoffen Oestradiol und Gestagen), das ich jahrelang zur Vorbeugung von Osteoporose eingenommen hatte und im Januar 2004 absetzen musste, kam nun ja leider nicht mehr in Frage.

 

Was könnte die Lösung für meine Probleme sein? Das Medikament Livial mit dem Wirkstoff Tibolon wird an Frauen abgegeben, wenn andere Mittel gegen Wallungen und weitere Menopause-Folgeerscheinungen nicht genügende Besserung bringen.

Livial gehört zur Gruppe von Arzneimitteln, die als Hormonersatztherapie bezeichnet werden. Es lindert die menopausalen Symptome und stoppt den Prozess, der zum Verlust der Knochensubstanz führt.

Dieses Medikament in kleinster täglicher Dosis von 1,25 mg scheint für mich nun das richtige zu sein, ich nehme es seit dem 25. Juli 2006 und blühe richtig auf damit. Es besteht zwar für mich ev. ein kleines gesundheitliches Risiko, aber das nehme ich für eine sehr viel bessere Lebensqualität in Kauf.

Fünf Wochen später: Die Schleimhäute sind nicht mehr ausgetrocknet, nachts schlafe ich viel besser, die Haut fühlt sich voller an, etwas zugenommen habe ich auch schon. - Meine Stimmung ist bestens, und ich bin voller Tatendrang!

 

 

24. August 2006: Knochendichtemessung

Es sind zwei Jahre seit der letzten DXA-Messung vergangen. Nach dem Absetzen der langjährigen Hormonersatztherapie und nach "Arimidex" während eines Jahres war wichtig, zu wissen, wie es jetzt um die Knochendichte steht. Die Werte haben sich zwar verschlechtert, eine spezifische Behandlung sei jedoch nicht notwendig.

Empfehlung: mehr alimentäre Zufuhr von Calcium und Vitamin D3 sowie eine regelmässige körperlich/sportliche Betätigung. - Dazu: entsprechende Tabletten habe ich nur sporadisch eingenommen, ihr Geschmack erregt bei mir leider Uebelkeit.

Als sportlich Unbegabte betätige ich mich aber gerne im Garten, speziell in demjenigen an der ital. Riviera:

 

 

Nachsorge am 1. September 2006 - ein Jahr nach der letzten Mammographie:

Mammographie vom September 2006

 

Mammographie vom August 2005

Mammographie 2 1/2 Jahre nach Operation

Es besteht ein Unterschied

zwischen den früheren Bildern

und den diesjährigen:

die jetzigen sind digital.

Mammographie 15 Monate nach Bestrahlung

zwei BILDER

 

 

 

Die Mammographie und die Ultraschalluntersuchung von Brust und Achsellymphknoten haben keinen Verdacht auf eine bösartige Veränderung gezeigt.

Aufstellung aller Mammographie-Befunde:

 

 

Nachsorge am 1. Februar 2007:

Brust und Achsellymphknoten wurden beidseits unter Ultraschall sehr sorgfältig angesehen. Dabei war die Narbenzone links bei 2 Uhr deutlicher als früher:

Ultraschallbefund linke Brust 8 mm, solider US-Befund. US-Klassifikation US-BIRADS 3.

 

Kann das etwas Bösartiges sein?

Wohl kaum - bei der damaligen Operation wurde das Gewebe weit im Gesunden entfernt, auch wurde die Brust danach bestrahlt.

Um doch sicher zu gehen, wurde jetzt eine (absolut schmerzlose) Trucut-Stanzbiopsie gemacht.

 

Ultraschall Brustbiopsie

Der rechte Teil des Bildes zeigt die Biopsienadel vor dem Knoten, bevor sie diesen durchquert (nicht dargestellt).

 

Die Nadel hat beim Zurückziehen Gewebe aus dem Knoten mitgenommen.

Der linke Bildteil zeigt die Blutspur durch den Knoten.

(bitte Bild zum Vergrössern anklicken)

Histologie Mamma links 2 Uhr:

Fibrosiertes Weichteilgewebe. Kein Nachweis von DCIS oder invasivem Karzinom

 

 

Nachsorge am 3. September 2007:

Ultraschall Brust rechts und links

 

 

Die Ultraschalluntersuchung

ergab nichts Auffälliges.

 

 

(bitte die Bilder zum Vergrössern anklicken)

Ultraschall Achsel rechts und links

Ultraschall Achsellymphknoten

 

Die digitalen Mammographiebilder hatten das gleiche Aussehen wie diejenigen vom 1. September 2006 und zeigten keinen Verdacht auf eine bösartige Veränderung. Ausführlicher Befund:

 

 

Nachsorge am 25. Januar 2008:

Wiederum wurden beidseits Brust und Achsellymphknoten unter Ultraschall sehr sorgfältig angesehen.

Dabei war die Narbenzone in der linken Brust sehr deutlich zu erkennen, schien jedoch nicht verändert gegenüber dem Befund vom 1. Febr. 2007 (damals wurde eine Biopsie gemacht mit negativem Ergebnis).

Der Achsellymphknoten links ist sehr auffällig und muss beobachtet werden (allerdings ist mir nicht klar, ob sich die Beobachtung auf den nächsten Nachsorgetermin bezieht).

Rechts konnten in der Achselgegend keine Lymphknoten aufgefunden werden, nur ein unauffälliger in Level 3.

 

 

Nachsorge am 21. Juli 2008:

US linke Brust

US rechte Brust

US Achsellymphknoten

MG (zwei BILDER)

Ultraschall nach Brustkrebs: fibrosiertes Weichteilgewebe

Ultraschall nach Brustkrebs: unauffälliges Narbengewebe

Ultraschall nach Brustkrebs: Achsel-Lymphknoten

Mammographie nach Brustkrebsoperation, digital

 

Die Mammographie und die Ultraschalluntersuchung von Brust und Achsellymphknoten zeigen keine bösartigen Veränderungen. Es hat einzelne gutartige Veränderungen, welche später wiederum kontrolliert werden sollten. Es wird daher eine Ultraschalluntersuchung in 6 Monaten und Mammographie in 1 Jahr empfohlen.

Aufstellung aller Mammographie-Befunde:

 

Die Narbenzone links hat sich nicht weiter verändert, somit sollte die Diagnose der Biopsie vom 1. Februar 2007 immer noch Gültigkeit haben.

Rechts ist die Narbenzone unauffällig. Die Lymphknoten sehen beidseits etwa gleich gross aus, nicht besorgniserregend.

(bitte die Bilder zum Vergrössern anklicken)

 

 

Ich nehme immer noch Livial, jeden 2. Tag eine Tablette mit 2,5 mg (die Kapseln mit 1,25 mg gibt es nicht mehr) und fühle mich sehr wohl dabei. In der Zwischenzeit habe ich auch etwas zugenommen und wiege jetzt etwa 46 kg.

Allerdings wird Livial mit dem Wirkstoff Tibolonfür Brustkrebspatientinnen nicht empfohlen - mehr darüber:

 

 

Nachsorge am 3. Dezember 2008:

Die auffällige Narbenzone links hat sich gegenüber dem Ultraschallbild vom 1. Februar 2007 nicht verändert. Somit scheint eine erneute Biopsie dieses Gewebes nicht nötig zu sein.

Die Narbenzone der rechten Brust zeigt keine Auffälligkeiten. Die Lymphknoten sind normal aussehend.

 

 

Nachsorge am 1. Juli 2009:

US linke Brust

US rechte Brust

US Achsellymphknoten

MG (zwei BILDER)

 

Die Narbenzone in der linken Brust ist "dichter" geworden, - in Mammographie und Ultraschall. Der Arzt meinte, beunruhigend sei das jedoch nicht.

Da sich wiederum ein Lymphknoten in der linken Achselhöhle sehr vergrössert im Ultraschall zeigt, wird nun, zur Sicherheit, doch von beidem eine Trucut-Biopsie gemacht - das Ergebnis zwei Tage später:

Narbenzone: kein Nachweis von Mammaparenchym,

Lymphknoten: kein Nachweis von Karzinomzellen - Diagnose-Bericht der beiden Biopsien:

Aufstellung aller Mammographie-Befunde:

 

Es wird empfohlen, die einzelnen gutartigen Veränderungen mittels Ultraschall in 6 Monaten und erneuter Mammographie in 1 Jahr wiederum zu kontrollieren.

 

 

Nachsorge am 18. Dezember 2009:

Beim beidseitigen Abtasten von Brust und Achseln scheint alles im normalen Bereich zu sein. Der Ultraschall zeigte den bis anhin bekannten dunklen "Schatten" in der linken Narbenzone und wiederum einen vergrösserten Lymphknoten, ev. herrührend vom Einsetzen der Implantate. Er bleibt unter Beobachtung.

 

 

Nachsorge am 28. April und 13. Oktober 2010:

Die Untersuchungen wurden während eines Studentenkurses durchgeführt, wobei ich (wie früher auch schon) als "Model" zum Abtasten und für erste Ultraschallversuche zur Verfügung stehe. Die Studentenzahl variiert von Semester zu Semester: 2 - 9 Frauen und Männer scharen sich jeweilen um mich, möchten viel über Brustkrebs erfahren.

 

Die jährliche Mammographie wurde erstmals auf zwei Kurse aufgeteilt, normal war bis anhin beidseitige Mammographie im Juni/Juli. Auf diese Weise erhält jeder Kurs die Mammographien einer Brust zur Begutachtung (für Prüfung und Studium).

Die Bilder zeigen das Implantat unter dem Brustmuskel: links als graue Fläche, rechts heller. Damit eine Mammographie möglich ist, muss das Gerät mit entsprechend weniger Druck eingestellt werden.

 

Ultraschall und Mammographie haben keinen Verdacht auf eine bösartige Veränderung ergeben, weder im April, noch im Oktober.

Aufstellung aller Mammographie-Befunde:

Mammographie linke Brust mit Implantaten

zwei BILDER

 

Nachsorge am 9. März und am 12. Oktober 2011:

Wiederum wurde die Nachsorge während des Studentenkurses durchgeführt, im März mit Mammographie der linken Brust, im Oktober der rechten. Das Brustgewebe erscheint dicht.

 

Mammographien und beidseitiger Ultraschall zeigen keinen Verdacht auf eine bösartige Veränderung. Auch der früher vergrösserte linksseitige Lymphknoten ist nicht mehr auffällig.

Aufstellung aller Mammographie-Befunde:

 

 

Nachsorge am 25. April und am 3. Oktober 2012:

Im April war Mammographie der linken Brust und im Oktober der rechten, wiederum im Beisein von einigen Studenten. Wegen des Silikon-Implantats wird das Gerät mit weniger Druck eingestellt.

Der rechte Drüsenkörper erscheint dicht = leicht eingeschränkte Beurteilbarkeit.

 

Im Oktober-Ultraschall ist in der linken Brust im Bereich der seinerzeitigen Tumorentfernung/Narbe ein dunkler Schatten erkennbar. Um auf der sicheren Seite zu sein, wird eine Truecut-Biopsie gemacht von drei Ebenen des Befunds (sicherlich interessant für die Studenten) mit dem Ergebnis:

Spärlich Mammagewebe mit ausgedehnter Fibrose. Konventionell-morphologisch keine Malignität. - Bericht:

 

Der sich früher schon auffällig gezeigte Lymphknoten in der linken Achsel war im April wiederum vergrössert; eine Biopsie wurde jedoch nicht gemacht.

Aufstellung aller Mammographie-Befunde:

 

 

Nachsorge am 22. Mai und am 20. November 2013:

Wie schon die Jahre zuvor, wurde die Nachsorge wiederum im Beisein von Studenten durchgeführt, im Mai mit Mammographie der linken und im November der rechten Brust. Der linke Drüsenkörper erscheint dicht mit leicht eingeschränkter Beurteilbarkeit.

Aufstellung aller Mammographie-Befunde:

 

Ultraschallbefund links: Implantat/Prothese ohne Vedacht auf Leck, mässige Kapselbildung;

intramammär kein abgrenzbarer Befund, vergrösserte Lymphknoten, unverändert.

Ultraschallbefund rechts: Implantat/Prothese ohne Verdacht auf Leck, mässige Kapselbildung;

eine harmlose Fibrosezone, sonst intramammär kein abgrenzbarer Befund, unverdächtige Lymphknoten.

Klassifizierung: Kategorie 2 = gutartig

Massnahmen: keine

 

Meine Rückenschmerzen sind sehr viel schlimmer geworden - ohne tägliches Schmerzmedikament kann ich mich kaum aufrecht halten.

Zehn Jahre sind es nun her, seit ich beidseits an Brustkrebs operiert worden bin.

Bisher waren alle Nachsorgeergebnisse gut gewesen, ohne Hinweis auf Metastasen.

Eine Skelettszintigraphie anfangs Dezember 2013 sollte jetzt aufzeigen, ob bei den vermehrten Schmerzen Metastasen ausgeschlossen werden können.

Befund: kein Nachweis von metastasentypischen Skelettläsionen.

Zur weiteren Abklärung der Wirbelsäule wird jedoch ein MRI empfohlen.

Dieses zeigt eine mehrsegmentale schwere degenerative Veränderung der Lendenwirbelsäule sowie Einengung der Nervenwurzeln...

Und jetzt - wie behandeln?

Skelettszintigraphie

11. November 2014: mikrochirurgische Erweiterung der Nervenbahnen entlang der Lendenwirbelsäule - es drückt jetzt nichts mehr auf die Nerven, die ausstrahlenden Schmerzen sind weg.

Die degenerativen Veränderungen an der Lendenwirbelsäule sind weiterhin vorhanden, die Rückenschmerzen ebenfalls... Für Interessierte: meine ausführliche Dokumentation zur Operation

 

Nachsorge am 12. März 2014:

Die Mammographie der linken Brust im Beisein einiger Studenten hat nichts Beunruhigendes gezeigt.

 

Ultraschallbefund links und rechts:

Narbe, Implantat ohne Verdacht auf Leck

und darüber liegendes Gewebe ohne abgrenzbaren Befund,

unverdächtige Lymphknoten

Klassifizierung: Kategorie 2 = gutartig

Massnahmen: keine

auffällige Anordnung von Lymphknoten

 

Nachsorge am 25. November 2014:

Die Mammographie rechts und beidseitiger Ultraschall waren diesmal nicht von einem Studentenkurs begleitet.

Es ist keine Verkalkung nachweisbar, keine vergrösserten Lymphknoten. Nichts, das beunruhigend wäre.

Aufstellung aller Mammographie-Befunde:

 

 

Nachsorge am 8. Juni 2015:

Keine weiteren Studentenkurse im Brust-Zentrum Zürich: die Mammographie der linken Brust wird bis Dezember verschoben und gleichzeitig mit der anderen Brust durchgeführt.

Ultraschallbefunde:

Implantate ohne Verdacht auf Leck

und darüber liegendes Gewebe ohne abgrenzbaren Befund,

rechts: ein grenzwertiger Lymphknoten auf Level 2 mit 8 mm Ø

links: zwei Lymphknoten wie gehabt

Klassifizierung: Kategorie 2 = gutartig

Massnahmen: keine

Lymphknoten

Lymphknoten linke Brust

 

rechte Brust

linke Brust

 

Nachsorge am 8. Dezember 2015:

Beidseitige Mammographie mit grobkörnigen, rundlichen Verkalkungen, keine fokale Verdichtung = BI-RADS 2

(gut sichtbar die Implantate als hellere halbrunde Flächen)

 

Aufstellung aller Mammographie-Befunde:

 

oblique

cranio-caudal

Ultraschallbefunde:

Implantate ohne Verdacht auf Leck und darüber liegendes Gewebe ohne abgrenzbaren Befund,

rechts: leicht vergrösserte Lymphknoten auf Level 1 und 2, kein Verdacht

links: leicht vergrösserte Lymphknoten wie gehabt, kein suspekter Befund

Klassifizierung: Kategorie 2 = gutartig

Massnahmen: keine / Vorschlag: Mammographie und Ultraschall in 1 Jahr

 

Seit Herbst 2015 schmerzte mich der rechte Hüftbereich bei Belastung des rechten Fusses. Ein CT im Februar 16 hat nichts Aussergewöhnliches gezeigt. Ende April haben sich die Schmerzen jedoch enorm verstärkt - sie sind veränderlich und in der Leistengegend, auf der Aussenseite oder im Gesäss spürbar. Auch mit Schmerzmitteln ist das Gehen eine Tortur. Metastasen?

Ein MRI/MRT Mitte Mai brachte Klarheit: die Pfanne mit Polyäthylen-Inlay der seit Nov. 1999 vorhandenen rechten Hüftprothese war nicht sicher verankert und hat sich verschoben, der Keramik-Gelenkkopf hatte somit keinen guten Halt mehr, es entstand Abrieb, der hinter die Gelenkpfanne gewandert ist und den Knochen aufgelöst hat. Eine Operation drängt sich auf...

Der Pfannenwechsel hat am 18. Juni 2016 stattgefunden - Beschreibung (hier im unteren Seitenteil):

 

Nachsorge am 25. November 2016:

hat neu im Rahmen eines Studentenkurses in der Frauenklinik Kantonsspital Frauenfeld/CH stattgefunden (da war ich schon die Jahre zuvor dabei, jedoch fand die Nachsorge ab 2004 - 2015 im Brust-Zentrum Zürich statt).

Beidseitige Mammographie mit vereinzelt Gefässkalk sowie Makrokalk vor allem links.

Keine Mikrokalkgruppe und keine Sternfigur.

 

Aufstellung aller Mammographie-Befunde:

Ultraschallbefunde:

Axillär zeigt sich links ein Lymphknoten von ca. 5 mm Querdurchmesser ohne eindeutigen Fett-Hilus, dieser ist anamnestisch schon bekannt. Im Übrigen regelrechtes Restdrüsengewebe ohne suspekte Raumforderung. Zeichen der Kapselfibrose mit etwas Einziehungen der Mammaprothsen, wellige Konfiguration der Prothesenränder.

Beurteilung: keine Prothesenruptur, kein Anhalt für ein Rezidiv oder ein Zweitmalignom = ACR b, BI-RADS 2 bds.

Empfehlung: Mammographie und Ultraschall in 1 Jahr

 

 

Die halbe Dosis Livial/Liviella mit dem Wirkstoff Tibolon begleitet mich heute noch, und ich fühle mich sehr gut damit. Die Schleimhäute sind nicht mehr ausgetrocknet, auch ist die Haut wieder schön geworden, sie sieht leicht praller aus.

 

Ich bitte, den Abschnitt über Livial vom Juli 2006 auf dieser Seite zu beachten. Die Abgabe des Medikaments darf nicht beliebig erfolgen, es muss genau abgeklärt werden, ob eine Patientin dafür geeignet ist; es darf auch nicht an Frauen unter 40 Jahren verschrieben werden.

Mehr dazu im Brustkrebs-Forum

 

 

Wie fühle ich mich? Weiteres ist unter Persönliches zu erfahren.

 

 

 

Neu und hilfreich:

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