Ein Brustkrebs und sein Verlauf

 

My Breast Cancer and its History

 

Brustkrebs: Persönliches

"Jahresspiegel aus der Schweizer Prominenz" 2008:

Juni 2008:

Erikas Kunst, den Brustkrebs zu überleben

von Frau Margaretha Maria Hubler

 

Beitrag der Krebsliga Schweiz zu "Krebs und die Kunst zu..."

Im 2. Halbjahr 2003:

Da ist doch etwas Hartes in der linken Brust, wird immer umfangreicher, ist schon gut einen Zentimeter dick.

 

Das muss herausoperiert werden, meint der erste, der zweite, der dritte konsultierte Arzt.

Zugleich sollten die Mikroverkalkungen in der anderen Brust grosszügig herausgeschnitten werden.

Und wenn die Untersuchung des Gewebes Brustkrebs ergeben sollte, müssten dann auch noch die Achsellymphknoten entfernt werden.

 

Und es werde sicher eine grössere Delle in der Brust entstehen, sei nicht vermeidbar. Aber besser eine nicht so schöne Brust, als ein wuchernder Krebs.

 

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Solches ist für mich nicht akzeptabel - was, wenn es dann doch kein Krebs ist und eine Operation nicht nötig wäre?

 

Nein, da warte ich mal zu.

Und vielleicht habe ich ja Glück ---

 

Wenn nicht - da gibt es sicher noch einen Ausweg...

 

 

 

 

Ob es doch Brustkrebs sein könnte?

Die Gedanken kreisen ständig.

 

Ich möchte den Knoten entfernt haben, aber natürlich ohne entstellte Brust. Ob das machbar ist? Mit einer Vacuum-Biopsie? Davon habe ich im Internet gelesen.

 

Im Brustzentrum, im Januar 2004, zeigen dann Gewebeproben, dass ich beidseits Brustkrebs habe, eine Operation also unumgänglich ist.

 

Ein invasiv-duktales Mammakarzinom in der linken Brust mit dem Knoten und ebenso in den Mikroverkalkungen rechts - was mache ich nun?

 

Die "Welt" bricht für mich zusammen -

Phantasien lassen mich nicht mehr los...

 

 

Ich habe Glück im Unglück:

 

Ich begegne einem Arzt, der Verständnis hat für meine Wünsche nach einer "schön" operierten Brust.

Auch entfernt er nur die Sentinel-Lymphknoten, wie bin ich froh.

 

Dann ist da noch mein Garten an der italienischen Riviera, seine Blumenpracht gibt mir den Impuls zu neuem Tun.

Und der Garten braucht mich, sonst verwildert er.

 

Wie sieht der vor mir liegende Lebensabschnitt wohl aus?

Mein Mann und zwei Ärzte helfen mit, dass es ein guter wird. Dafür bin ich sehr dankbar.

 

Die aussergewöhnliche Umsetzung

des Interviews vom 9. Juni 2005,

einem Zeitpunkt,

an dem ich gerade versuchte,

das "Tief" einigermassen zu überwinden.

 

Heute,

nach Erscheinen des Beitrags im

"Jahresspiegel aus der Schweizer Prominenz" 2008,

fühle ich mich wunderbar.

 

Meine Homepage wird rege besucht,

die schönen Kommentare dazu tun mir gut.

Auch gelingt es mir, vielen Frauen

über schwere Stunden hinwegzuhelfen,

sie vor falschen Entscheidungen zu bewahren.

 

Ich hoffe sehr,

das jetzige Hoch halte noch lange an!

Erika Rusterholz

im Juni 2008

 

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© Erika Rusterholz