Das Bild zeigt die noch nicht ganz beendete Operation:
Der semizirkuläre Schnitt erfolgte unter Einbezug der Einstichstelle der früheren stereotaktischen Biopsie der Mikroverkalkungen in der rechten Brust.
Die Haut wurde vom Drüsenkörper abgelöst und die Biopsiehöhle aufgesucht (zwischen 11h und 12h dargestellt). Der Drüsenkörper wurde mitsamt der Pektoralisfaszie (Haut über dem Brustmuskel) abgelöst und eine Segmentektomie von 10h bis 1h durchgeführt. Dabei war aufgefallen, dass im 1h-Resektionsrand die Biopsiehöhle eröffnet wurde. Somit wurde in der 1h-Achse eine Nachexzision des gesamten Drüsenkörper-Spickels durchgeführt und der tumorhöhlen-nahe Resektionsrand mit einem Faden markiert.
Der verbliebene Drüsenkörper wurde zusammengefügt, ein Drainageschläuchlein gelegt, der Hautschnitt verdeckt vernäht.
Durch diese Operationstechnik ergab sich wieder eine runde Brustform, ohne Delle.
In der Achselhöhle wurden durch einen etwa 2 cm langen Schnitt die mittels Gamma-Detektor aufgefundenen Wächterlymphknoten entnommen, d.h. eine Sentinel-Lymphknoten-Biopsie wurde durchgeführt.
Warzenhof mit Brustwarze wurde in Höhe und Abstand der Norm angepasst, um ein ästhetisches Aussehen zu erhalten.