Ein Brustkrebs und sein Verlauf

 

My Breast Cancer and its History

 

Brustkrebs: Operation / Breast Cancer: Surgery

30. Januar 2004:

Diagnose Segmentektomie der Brust rechts

Segmentektomie Mamma rechts 9-12 Uhr: Mammagewebe mit mikroinvasivem lobulärem Mammakarzinom (Durchmesser 0,9 mm), mehreren Herden einer lobulären Neoplasie (LCIS) und flacher epithelialer Atypie assoziiert mit grobscholliger Verkalkung. Kein Nachweis von lobulärer Neoplasie oder von invasivem Karzinom im Resektatrand (siehe Mikrotext).

Nachresektat 12h-Achse: Mammagewebe mit Fibrose, Mikrokalkablagerungen in unauffälligen duktulo-lobulären Endstücken, Duktektasien sowie granulierender Entzündung. Kein Malignitätsnachweis.

 

Klinische Angaben:

St. n. Mammotome rechts 21.01.04 oben aussen bei Mikrokalk: Kein Clip, da Restverkalkungen = invasives Karzinom und LCIS.

1) Präparatradiographie. Mikrokalk zentral. 2) Ad Pathologie, kein Schnellschnitt.

 

Angaben zur Probe:

Segmentektomie Mamma rechts 9-12 Uhr, Markierung 2 kurz retromammillär, 1 lange 9 Uhr-Achse, 2 lange 12 Uhr-Achse.

Nachresektat RR 12 Uhr-Achse, Fadenmarkierung Tumornähe.

 

Makroskopischer Befund:

Ein 25 g schweres, scheibenförmiges, mit Fadenmarkierung versehenes, 5,5 x 4,5 x 1,5 cm messendes Exzisat, aus Fett- und Brustdrüsengewebe bestehend. Zu einer Seite aufsitzend eine schlanke, s-förmig verlaufende, 2,5 x 0,5 cm messende Hautspindel. Auf lamellierenden Schnitten Fettgewebe und darin gelegen relativ wenig Brustdrüsengewebe, makroskopisch ohne sicher abgrenzbaren Herdbefund.

Ein scheibenförmiges, mit einer Fadenmarkierung versehenes, 2,5 x 2 x 1 cm messendes, fibrolipomatöses Exzisat.

 

Mikroskopischer Befund:

Im restlichen Mammagewebe finden sich Fibrose, apokrine Metaplasie, chronische granulierende Entzündung und Mikrokalkablagerungen in unauffälligen duktulo-lobulären Endstücken sowie Mediaverkalkungen mittelgrosser Arterien. Herde flacher epithelialer Atypie werden herdförmig am pectoralen Resektatrand nachgewiesen.

 

Keine Amplifikation des Her2-Gens in einem gut differenzierten, invasiv-duktalen Mammakarzinom (rechts).

 

Angaben zur Probe:

Paraffinblock mit Tumorgewebe

 

Kommentar:

Ein FISH-Test wurde auf dem immunhistochemisch 2+ positiven Her2-Status durchgeführt. Man erkennt diploide Tumorzellen mit jeweils 2 Kopien des Her2-Gens pro Zellkern. Eine Genamplifikation liegt nicht vor.

 

© Erika Rusterholz