Ein Brustkrebs und sein Verlauf

 

My Breast Cancer and its History

 

Im Angebot des

Brust-Zentrums:

12. Wie wird eine optimale Radiotherapie geplant?

Strahlentherapie (Bestrahlung, Radiotherapie)

→ Übersicht der 15 Angebote

Die Bestrahlung gilt nach brusterhaltender Operation als Standardtherapie.

Sie beginnt meist vier bis sechs Wochen nach der Operation, wenn die Wundheilung schon fortgeschritten ist, oder nach Abschluss der Chemotherapie.

Aber auch, wenn das gesamte Brustgewebe entfernt worden ist, kann in bestimmten Fällen eine Nachbestrahlung sinnvoll sein.

Ziel ist es, kleinste Krebsreste zu zerstören. Das Risiko eines Rückfalls in der Brust oder der Achselhöhle wird durch eine Bestrahlung erheblich vermindert.

 

Die postoperative Radiotherapie wird ambulant mit täglichen Therapiesitzungen (werktags, d.h. 5 x pro Woche) während 4 bis 6 Wochen durchgeführt. Einzeldosis (etwa 1,8 - 2 Gy, mancherorts auch höher) und Gesamtdosis (etwa 50 Gy) sind von der Situation abhängig.

Bestrahlt wird in der Regel die ganze Brust, in welcher der Tumor war. Eventuell erfolgt in den letzten Therapiesitzungen eine zusätzliche direkte Bestrahlung des ehemaligen Tumorsitzes (sogenannter Boost).

 

Sehr wichtig ist eine gute Bestrahlungsplanung, damit die Nebenwirkungen möglichst klein gehalten werden können.

Die Dosisverteilung wird computerunterstützt berechnet und optimiert. Damit im Gewebe eine gleichmässige Dosisverteilung resultiert, kommen in der Therapiemaschine Filter zum Einsatz.

Die vom Planungscomputer berechneten Einstellungen werden elektronisch an die Therapiemaschine transferiert. Dort gewährt eine elektronische Absicherung, dass die Behandlungen mit den korrekten Einstellungen wie geplant durchgeführt werden.

 

Drei Termine sind vor der eigentlichen Bestrahlung vorgegeben:

• Aufklärungs-Gespräch über die Bestrahlung bei einem Arzt in der Radiologie.

• Computertomographie, damit die Bestrahlung körpergerecht geplant werden kann.

• Simulation, bei der die Markierungen für die Bestrahlung auf dem Oberkörper angebracht werden.

 

Die Bestrahlung erfolgt in Rückenlage mit nach oben ausgestreckten Armen.

Bestrahlungsdauer ca. 1 Minute für jedes Bestrahlungsfeld.

 

Gegen Ende der Bestrahlungszeit rötet sich die Haut, sie juckt. Auch kann die Brustwarze während Tagen schmerzen. Wie bei einem Sonnenbrand löst sich nach etwa 14 Tagen die Haut in Fetzchen ab.

Diese Nebenwirkungen sind jedoch von Frau zu Frau verschieden entsprechend der Hautbeschaffenheit.

 

Das Brustgewebe kann sich gegen Ende der Bestrahlungszeit verhärten. Ein über längere Zeit täglich mehrmaliges Zerdrücken der harten Stellen zwischen den Fingern hilft, die Brust weich zu erhalten.

Mehr zur Bestrahlung:

 

Die Bestrahlung selber macht nicht müde, es ist eher das Hin- und Herreisen zum Bestrahlungsort, das Warten, die Ungewissheit über das Kommende, welche etwas kräftezehrend sind.

 

Nach der Strahlentherapie ist bei hormonabhängigem Brustkrebs eine Antihormontherapie sinnvoll.

 

 

 

Bestrahlungsplan bei beidseitig entferntem Tumor

Bestrahlungsplan bei

beidseitig entferntem Tumor

 

markierte Brust für beidseitige Bestrahlung

die markierte Brust

für beidseitige Bestrahlung

 

4 Tage nach Bestrahlungsende

4 Tage nach Bestrahlungsende

 

Anblick 3 Monate nach Bestrahlungsende

Anblick 3 Monate

nach Bestrahlungsende

 

2/2008 © Erika Rusterholz - "Ein Brustkrebs und sein Verlauf"