Ein Brustkrebs und sein Verlauf

 

My Breast Cancer and its History

 

Im Angebot des

Brust-Zentrums:

2. Warum und wann eine Mammographie?

Mammographie (Röntgenuntersuchung)

→ Übersicht der 15 Angebote

Das heute beste bildgebende Verfahren ist die Mammographie. Allerdings lassen sich damit nicht alle Knoten eindeutig bestimmen.

Entdeckt etwa eine Frau im Selbstuntersuch einen Knoten in ihrer Brust, ordnet der Arzt in den allermeisten Fällen eine Mammographie an. Damit werden die meisten bösartigen Veränderungen in der Brust erkannt, wie etwa ein Tumor (ab etwa 5 mm) oder aber sogenannte Mikroverkalkungen (ab etwa 0,1 mm), die Hinweise auf Karzinome sein können. Nur in der Mammographie können Mikroverkalkungen erkannt werden.

 

Um ein aussagekräftiges Bild zu erhalten, wird die Brust im Mammographiegerät mit zwei Plexiglasplatten fest zusammengedrückt. Denn je flacher die Brust, desto weniger Gewebe müssen die Strahlen passieren und umso geringere Dosen sind notwendig. Meist werden pro Brust zwei Bilder aus verschiedenen Richtungen angefertigt. Der technische Fortschritt hat die Strahlenbelastung bei der Mammographie minimiert.

 

In den ersten Tagen nach der Periode ist die Brust am unempfindlichsten und ihr Flüssigkeitsgehalt am geringsten. Deshalb wird empfohlen, die Mammographie in dieser Zyklusphase machen zu lassen. Für Frauen, deren Menopause bereits eingesetzt hat, spielt der Zeitpunkt keine Rolle. Weil die Brust junger Frauen drüsenreicher und damit dichter ist, muss der Arzt in solchen Fällen manchmal eine Zweitabklärung mit Ultraschall machen. Das Gleiche gilt für Frauen mit Brustimplantaten.

 

Ohne spezielles Risiko für Brustkrebs wird die Mammographie für Frauen über vierzig einmalig, danach ab fünfzig regelmässig alle zwei Jahre empfohlen. Bei Vorliegen eines Risikos soll ein individueller Vorsorgeplan vereinbart werden.

 

Wichtig ist, für die Mammographie einen Ort mit viel Erfahrung im Beurteilen des Mammographiebildes aufzusuchen, möglichst mit Zweitbeurteilung bei Verdacht auf ein Karzinom.

Das Ergebnis wird nach der BI-RADS-Klassifikation 1 - 5 bewertet (Breast Imaging Reporting and Data System),

 

siehe nachfolgende BI-RADS® -Tabelle "Klassifikation eines Befunds":

 

 

Bedeutung

Prozedere

0

Keine Aussage möglich

weitere Untersuchungen notwendig (Screening-Situation)

1

Normalbefund

keine weitere Abklärung erforderlich

2

sicher benigner Befund

keine weitere Abklärung erforderlich

3

wahrscheinlich benigner Befund

< 2% Malignomwahrscheinlichkeit

verkürztes Kontrollintervall (3 - 6 Monate) oder Biopsie

4

suspekter Befund

Biopsie, z.B. Ultraschallgesteuert, Mammotome, ev. offene Probeentnahme

5

wahrscheinliches Karzinom

Biopsie vor Operation

 

erweiterte BI-RADS-Klassifikation:

 

 

 

Mikroverkalkungen in Mammographie

Mikroverkalkungen

in rechter Brust

 

 

Knoten in Mammographie

Knoten in linker Brust:

BI-RADS 4

2/2008 © Erika Rusterholz - "Ein Brustkrebs und sein Verlauf"