Im Angebot des  Brust-Zentrums:

6. Warum eine Diagnose vor Tumorentfernung?

 

Diagnosestellung  (Histopathologie)

 

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Histologie bedeutet "Lehre vom Aufbau von Körpergeweben und ihren Zellen". Durch die Anfertigung und mikroskopische Beurteilung von Gewebeschnitten durch den Pathologen lassen sich unsichere Verdachtsdiagnosen meist endgültig absichern, z.B. kann die Frage geklärt werden, ob eine Geschwulst maligne/bösartig ist oder nicht (Untersuchung von Geweben und deren Zellen auf krankhafte Veränderungen unter dem Mikroskop).

 

Pathologie heisst "Lehre von den abnormen und krankhaften Veränderungen des Körpers". Untersuchungsmaterial aus Biopsien und Punktionen wird mikroskopisch beurteilt, um eine endgültige, histologische oder zytologische Diagnose zu stellen.

 

Einige Details aus einer Diagnosestellung eines Knotens in der linken Brust:

• Mammotome (links) mit Infiltraten eines invasiv-duktalen Karzinoms.

• Positivität für Östrogenrezeptoren (40 %), für Progesteronrezeptoren (20 %) und Nachweis des Her2-Proteins (1+).

• Makroskopischer Befund: Bröcklig gelbliche Gewebsstücke, zusammengeschoben 2,8 x 2,5 x 0,3 cm messend.

 

Bei Verdacht auf Krebs wird meist versucht, eine definitive Diagnose zu erzielen anhand der histologischen oder zytologischen Untersuchung einer Gewebeprobe aus dem verdächtigen Bereich. Gleichzeitig werden weitere Diagnosemethoden herangezogen, um eine Stadienbestimmung vornehmen zu können. Da bösartige Erkrankungen oft eine schlechte Prognose aufweisen, ist dieser Schritt besonders wichtig, auch wegen der Risiken und Nebenwirkungen der Behandlung.

 

Durch den Erhalt einer Diagnose mittels Biopsie ist es besser möglich, im Fall eines Mammakarzinoms die Operation und weitere Therapien richtig zu planen.

 

 

 

Ausschnitt aus Biopsie-Diagnose von Mikroverkalkungen

Ausschnitt aus Diagnose nach Biopsie von Mikroverkalkungen

in rechter Brust

 

2/2008 © Erika Rusterholz - "Ein Brustkrebs und sein Verlauf"