Ein Brustkrebs und sein Verlauf

 

My Breast Cancer and its History

 

Im Angebot des

Brust-Zentrums:

4. Wie weiter bei ertasteter Verhärtung?

Diagnosemethoden bei unklarem Befund in der Brust

→ Übersicht der 15 Angebote

Heute ist es möglich, durch moderne Methoden ein exaktes Bild eines Brusttumors ohne Operation zu erhalten.

Nicht jeder Knoten muss operiert werden. Die verbreitete Meinung, dass ein Knoten, kaum ertastet, schon chirurgisch entfernt gehört, gilt nicht mehr. Ob eine Operation nötig ist oder nicht, lässt sich durch verschiedene Möglichkeiten zum Erhalt einer Diagnose abklären. Kleine gutartige Befunde lassen sich mit neusten Biopsiemethoden minimalinvasiv entfernen. Die Zeiten sind vorbei, wo jeder Knoten nur schon für die Analyse herausgeschnitten werden muss.

 

Folgende Untersuchungs- und Diagnosemethoden werden heute am häufigsten eingesetzt:

Tastuntersuchung

Nach wie vor kommt die wichtigste Untersuchungsmethode ohne moderne Technologie aus: ein erfahrener Arzt kann mit Abtasten der Brust eine Vermutungsdiagnose erstellen. Danach wird der Tastbefund aber immer mit präziseren Methoden überprüft:

 

Mammographie (Röntgenuntersuchung)

Das wichtigste sogenannt bildgebende Verfahren, das den Ärzten heute zur Verfügung steht, ist die Mammographie. Sie wird bei über 30-jährigen Frauen als erstes Verfahren eingesetzt Allerdings sind auch hier Grenzen gesetzt: nicht alle Knoten können damit eindeutig bestimmt werden. Mikroverkalkungen jedoch können nur in der Mammographie erkannt werden.

Eine zusätzliche Mammographie wird bei einer Frau unter 30 empfohlen, wenn im Ultraschall ein Befund dargestellt ist, der nicht eindeutig als gutartig eingestuft werden kann.

 

Sonographie (Ultraschalluntersuchung)

Ultraschalluntersuchungen sind viel ungenauer als Mammographien und dienen meist nur als Ergänzung.

Jedoch bei jungen Frauen mit dichtem Brustgewebe oder Frauen mit Implantaten setzt der Arzt ganz auf die Sonographie. Denn die Röntgenstrahlen der Mammographie würden hier unbefriedigende Diagnosen liefern.

Auch bei Schwangeren und stillenden Frauen kann als erstes ein Ultraschall der Brust gemacht werden, dabei ist leicht zwischen einer einfachen Zyste und einem soliden Tumor zu unterscheiden.

 

Biopsie (Gewebeprobe)

Heute existieren verschiedene minimalinvasive Möglichkeiten für eine Gewebeprobe:

Feinnadelpunktionen für eine zytologische Untersuchung bei eher gutartigen Befunden, wie Fibroadenome, Lymphknoten und Fettgewebsnekrosen.

Hochgeschwindigkeits-Stanzbiopsien sowie vacuumassistierte Biopsien ergeben mehr Gewebe für die histologische Abklärung. Durch die grösseren Nadeln und die Gewinnung des Gewebes als Zylinder sind sie repräsentativer als die reine Zytologie. Sie werden eingesetzt bei verdächtigen Knoten.

Die stereotaktische Vacuumbiopsie ist geeignet, um Proben von Mikroverkalkungen zu erhalten.

 

Durch Biopsieverfahren können viele unnötige Operationen vermieden werden!

 

offene Exzisionsbiopsie(offene Probeentnahme)

Bei der chirurgischen Biopsie handelt es sich um einen operativen Eingriff, bei dem unter Vollnarkose ein grösseres Gewebestück (verdächtiger Bereich bei Mammographie und /oder Sonographie) aus der Brust entnommen wird. Es kann während der Operation eine Schnellschnittuntersuchung durchgeführt und bei der Diagnose Krebs die Krebsoperation vervollständigt werden.

Diese Methode birgt allgemeines Operations-/Narkoserisiko, und im Fall von Krebs könnte dieser angeschnitten oder unvollständig entfernt werden. Der gesuchte Bereich könnte auch verfehlt werden.

Die Patientin wird körperlich (Narkose und Operation) wie psychisch (Ungewissheit, wie die Operation ausgehen wird) stark belastet.

Nur wenn unklare und verdächtige Befunde nicht durch andere (geschlossene) Biopsieverfahren (Feinnadelpunktion, Stanzbiopsie) abgeklärt werden können, sollte eine offene Probeentnahme erfolgen.

 

 

 

Tastuntersuchung ergibt:

Knoten knapp unter der Haut

in der linken Brust bei 2 Uhr:Mammographie-Ausschnitt mit Knoten

ertasteter Knoten im Mammographie-Ausschnitt

 

Ultraschall zeigt bösartigen Tumor

der Knoten im Ultraschall

 

Biopsiemethode:

ultraschallgesteuerte Vakuum-Biopsie

 

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kein tastbarer Befund

in der rechten Brust,

jedoch Mikroverkalkungen:

Mikroverkalkungen stark vergrössert

Mikroverkalkungen im Mammographie-Ausschnitt

(stark vergrössert)

 

Stelle mit Mikroverkalkungen im Ultraschall

Ausschnitt Ultraschallbild mit

Stelle der Mikroverkalkungen:

diese sind im US nicht ersichtlich!

 

Biopsiemethode:

stereotaktische Mammotome® Vakuum-Biopsie

unter Röntgenkontrolle

 

2/2008 © Erika Rusterholz - "Ein Brustkrebs und sein Verlauf"