Ein Brustkrebs und sein Verlauf

 

My Breast Cancer and its History

 

Im Angebot des

Brust-Zentrums:

7. Wie soll ein bösartiger Tumor entfernt werden?

Brustoperationen

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Zur Behandlung von Brustkrebs gehört in allen Stadien die vollständige Entfernung des Tumors mit ausreichend umliegendem Brustgewebe. Zugleich werden die Lymphknoten in der Achselhöhle nach Ablegern überprüft, denn Krebszellen aus der Brust werden über das Lymphsystem der Achselhöhle in den Körper verschleppt. Diese Massnahmen ergeben bereits Informationen für die Prognose.

In geeigneten Fällen ist die Sentinel (Wächter)-Lymphknoten-Biopsie Standard (seit 2004). Mit diesem neuen Verfahren kann die Anzahl entfernter Lymphknoten für die Untersuchung auf sehr wenige reduziert werden.

Ausführliche Beschreibung der Sentinel-Lymphknoten-Biopsie:

Falls keine Sentinel-Lymphknoten-Biopsie durchgeführt werden darf (z.B. wegen der Grösse des Tumors), werden die Achsellymphknoten unterhalb der Armvene entfernt. Die Anzahl Lymphknoten in einer Achselhöhle kann stark variieren und zwischen 10 und mehr als 60 liegen.

 

Heute wird, wenn immer möglich, brusterhaltend operiert: Man entfernt nur den Tumor und einen Saum aus gesundem Gewebe, nicht aber die ganze Brust. Entscheidend ist das Grössenverhältnis von Brust und Tumor.

Je nach Lage des Tumors muss während der Operation das umliegende Gewebe verschoben werden, um ein optimales kosmetisches Ergebnis zu erhalten:

z.B. können im Fall einer Tumorentfernung im oberen äusseren Bereich die noch vorhandenen unteren Brustanteile nach oben gezogen und mit dem oberen Rest zusammengefügt werden. Die durch die neue Form nach unten zeigenden Brustwarzen werden durch Versetzung in eine ästhetische Position gebracht, die feine Narbe verläuft rund um den Warzenhof.

Nach brusterhaltender Operation gilt die Strahlentherapie als Standard, um eventuell noch vorhandene Krebszellen in den Lymphbahnen abzutöten.

 

Brustentfernung (Ablatio mammae, Mammaamputation, Mastektomie):

Früher war die Entfernung der Brust aus Prinzip die Standardoperation, da davon ausgegangen wurde, dass die Entfernung von möglichst viel Gewebe die Ausbreitung der Krankheit verhindern könne.

Aber auch heute gibt es manchmal Gründe, die gegen eine brusterhaltende Operation sprechen: bei z.B. ungünstigem Grössenverhältnis des Tumors zur Brust oder mehreren Krebsherden in derselben Brust muss man sicherheitshalber amputieren.

Dies kann auch bei einer besonderen Form von Brustkrebs (etwa bei ausgedehntem DCIS ) der Fall sein oder aber bei Ablehnung einer Strahlentherapie. Neben dem Krebsbefall bedeutet das jedoch eine zusätzliche psychische Belastung wohl für jede Frau.

 

Auf Wunsch kann der entstandene Makel mit Hilfe der plastischen Chirurgie korrigiert werden; möglich ist der Beginn eines Wiederaufbaus der Brust sofort oder aber zu einem späteren Zeitpunkt. Es sollte mit einem oder besser mehreren Experten die beste Lösung für gerade diesen Fall gesucht werden.

Mehr über Brustrekonstruktionen:

 

Wichtig ist also das Verhindern von Rückfällen in Brust oder Achselhöhle durch das Entfernen des Tumors im Gesunden und allfälliger befallener Lymphknoten.

 

 

 

brusterhaltende Operation:

 

vollendete Operation bei Brustkrebs (Mikroverkalkungen)

im OP nach der Sentinel-Lymphknoten-Biopsie

und dem Entfernen der

Mikroverkalkungen mit Mammakarzinom

 

 

Aussehen 2 Jahre nach Brustkrebsoperation

die gleiche Brust

zwei Jahre später

2/2008 © Erika Rusterholz - "Ein Brustkrebs und sein Verlauf"