Ein Brustkrebs und sein Verlauf

 

My Breast Cancer and its History

 

Im Angebot des

Brust-Zentrums:

10. Wie die Brust ästhetisch verbessern?

Brustrekonstruktion: Brustaufbau mit Implantaten und/oder Eigengewebe

→ Übersicht der 15 Angebote

Neben dem Krebsbefall bedeutet eine Brustamputation auch eine zusätzliche psychische Belastung für eine Frau. Wenn die Brust sicherheitshalber entfernt werden musste, weil etwa das Grössenverhältnis des Tumors zur Brust ungünstig war oder auch mehrere Herde in derselben Brust dies notwendig gemacht haben, kann ein Brustaufbau das Selbstwertgefühl und die Lebensqualität wieder verbessern.

 

Es hängt von vielen Faktoren ab, ob bei einer Patientin die Brust mittels Verwendung von Prothesen, also Brustimplantaten, rekonstruiert werden kann, oder ob ein Wiederaufbau der Brust mit Eigengewebe (sogenannten Lappenplastiken) durchgeführt werden kann.

Wichtig sind hierbei der allgemeine Gesundheitszustand der Patientin, die Grösse und Form der Brust und der Status der Tumortherapie. Auf alle Fälle müssen die Wünsche und Ängste der Patientin ernst genommen und respektiert werden.

 

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen der primären und der sekundären Rekonstruktion, also der Wiederherstellung direkt nach der Brustentfernung in der gleichen Operation oder dann, wenn begleitende Therapien (Chemotherapie, Radiotherapie) abgeschlossen sind. Dabei kann Eigengewebe und/oder Fremdmaterial (Silikon) verwendet werden.

 

Bei der primären Rekonstruktion mit einer Silikonprothese wird diese in der gleichen Operation nach der Entfernung der Brust eingebracht.

Bei der sekundären Rekonstruktion mit einer Prothese ist es notwendig, dass, bevor die endgültige Prothese eingelegt wird, die Haut durch einen Expander vorgedehnt wird. Hierzu wird in einer Operation ein mit Kochsalzlösung befüllbarer Expander eingelegt. Nach einigen Tagen kann mit dem Auffüllen des Expanders (ähnlich einem Wasserballon) begonnen werden. Dies findet in der Sprechstunde statt. Ist der gewünschte Expansionszustand erreicht, wird in einer weiteren Operation der Expander gegen die definitive Prothese ausgetauscht.

Die Expander, bzw. Prothesen werden in aller Regel unter dem Brustmuskel eingelegt. Gelegentlich ist es aber notwendig, dass diese direkt unter der Haut platziert werden müssen.

 

Achtung bei späterer Rekonstruktion nach Mastektomie/Ablatio: nach früherer Bestrahlung ist die Haut eventuell geschädigt und kann nicht mehr genügend gedehnt werden, was bei etwa 60 % der Fall ist. Da bleibt nur noch ein Aufbau mit Eigengewebe;

Nach brusterhaltender Operation und anschliessender Bestrahlung sollte mit der Brustwiederherstellung mittels Implantat mindestens 6 Monate zugewartet werden. Meistens ist genügend Haut vorhanden, so dass kein Expander benötigt wird.

 

Bei den Silikon-Implantaten gibt es runde und anatomisch geformte Varianten, texturierte und mikropolyurethanbeschichtete Oberflächen. Welches Implantat verwendet wird, muss im Einzelfall beurteilt werden.

 

 

Bei der Verwendung von Eigengewebe muss zwischen sogenannten gestielten und freien Lappenplastiken unterschieden werden.

Wenn Eigengewebe verwendet wird, ist eine Vorexpansion der Haut bei der sekundären Rekonstruktion nicht notwendig. Der Ablauf unterscheidet sich zwischen primärer und sekundärer Rekonstruktion nicht.

 

Bei den gestielten Techniken wird eine Gewebeeinheit aus Muskel und Haut an dem versorgenden Gefässstiel belassen (Arterie und Vene werden nicht durchtrennt) und in den Defekt an der Brust hineinverlagert. Hierzu wird vor allem Gewebe vom Bauch oder vom Rücken verwendet (sogenannte TRAM- bzw. Latissimus-Lappenplastik).

In einigen Fällen kann es auch notwendig werden, zusätzlich zur Rekonstruktion mit Eigengewebe noch ein Implantat zu verwenden, um ein optimales Ergebnis zu erreichen.

 

Beim Freien Gewebetransfer wird die Gewebeeinheit von dem versorgenden Gefässstiel getrennt (Arterie und Vene werden durchtrennt). Anschliessend wird der Gewebeblock mikrochirurgisch, d.h. unter dem Mikroskop, an neue Gefässe angenäht und wird dann über diese mit Blut versorgt. Dadurch lässt sich auch Gewebe von anderen Körperregionen verlagern. So kann z.B. Gewebe vom Gesäss (SGAP-Lappenplastik) oder der Oberschenkelinnenseite (TMG-Lappenplastik) zum Brustaufbau verwendet werden. Dies ist der Fall, wenn z.B. durch Narben die Verwendung von Bauch- oder Rückengewebe nicht möglich ist.

Prinzipiell kann nach einer Brustrekonstruktion, egal ob mit Fremd- oder Eigengewebe, eine Strahlentherapie und/oder Chemotherapie erfolgen. Dies sollte jedoch im einzelnen bei einem Beratungsgespräch ausführlich erläutert werden.

Aufgrund der komplexen und vielfältigen Rekonstruktionsmöglichkeiten sollten die Patientinnen zur Beratung einen Facharzt für Plastische Chirurgie aufsuchen, da dieser über das gesamte Spektrum der Rekonstruktionsmöglichkeiten verfügt und somit einen individuellen Behandlungsplan erstellen kann.

 

 

 

Auch das Aussehen nach einer Brustoperation wird zu einem wichtigen Punkt:

es sollte möglichst ästhetisch sein.

 

Einige weitere Informationen:

 

schematische Darstellungen von Brustrekonstruktionen

schematische Darstellung

von verschiedenen Brustrekonstruktions-Möglichkeiten

Vergrösserung:

 

 

ausführliche Beschreibungen

zur Brustwiederherstellung

von Dr. Klaus Schrögendorfer

 

 

Entfernung der Brustdrüse mit

anschliessendem Wiederaufbau

Klinik am Rosental, Leipzig

 

 

Infos/Antworten zu

Brustaufbauten mit Eigengewebe

Dr. Frank Busse, Wasserburg/Inn

 

 

Ratgeber Brustrekonstruktion

Infos zu Brustrekonstruktion mit Implantaten von Polytech Health

 

 

Logo Brustwiederherstellung.de

Brustwiederherstellung:

eigene Erfahrungen mit vielen Infos

von Ilona Schutkowski

 

 

Brustwiederherstellung: vor und nach Implantateinsetzung

Dokumentation/Bilder über Brustaufbau mit Implantaten

5 Jahre nach BET und Bestrahlung

2/2008 © Erika Rusterholz - "Ein Brustkrebs und sein Verlauf"

in Zusammenarbeit mit Dr. med. Matthias Föhn, Facharzt für Plastische Chirurgie