Ein Brustkrebs und sein Verlauf

 

My Breast Cancer and its History

 

Brustkrebs: Operation

Lösen der Vernarbungen

3. Oktober 2011:

sechste Korrektur der alten Narbe ~ zur Übersicht aller Korrekturen:

Operationsbericht:

 

Operationsdiagnose:

St. n. Mammakarzinom Brust links und rechts, St. n. BET und Brustaufbau mit Silikon-Implantaten.

Aktuell: Bei St. n. direkter Tumorektomie oberer äusserer Quadrant Brust rechts rezidivierende starke Vernarbungen, Einziehungen.

St. n. Macrolane-Injektion.

Aktuell: Starke schmerzhafte narbige Adhäsionen der alten Narbe im oberen äusseren Quadranten der rechten Brust sowie nach axillär bei St. n. Lymphadenektomie.

Operation:

Adhäsionslösung über den axillären Zugang in der alten Narbe.

Ambulant, Lokalanästhesie, Dauer 20 Minuten

 

Es wird in der alten Narbe eingezeichnet, welche nach axillär verläuft bei St. n. axillärer Lymphadenektomie. Unterspritzen des narbigen Areals, welches über der Regio pectoralis bis zur Areola reicht. Der alte Zugang durch die Kollegen im ventralen Anteil im oberen rechten Quadranten ist direkt mit der subdermalen Struktur zur Prothesenkapsel verwachsen.

Über die Einzeichnung wird von axillär die Haut inzidiert, dann supramuskulär des Muskelrandes vom M. pectoralis major präpariert, dann die gesamten narbigen Anteile scharf durchtrennt. Es zeigt sich, wie bereits präoperativ beschrieben, dass die dermalen Strukturen direkt ohne eine Verschiebeschicht auf der Prothesenkapsel verwachsen sind.

 

Es bestätigt sich hier mein Eindruck, dass hier mit einer alleinigen Lipofillingtechnik oder Narbenexzision keine Verbesserung geschaffen werden kann. Es müsste entweder ein fasziokutaner Perforatorlappen von der lateralen Thoraxwand oder sogar ein Latissimuslappen diskutiert werden. Diese Techniken hat die Patientin jedoch präoperativ abgelehnt.

Eine nochmalige Exzision der Narbe lehne ich ab, da es bei der Readaption zu einer zunehmenden Kranialisierung des Nippelareolakomplexes kommt, was ästhetisch noch mehr störend wäre.

 

Procedere:

Die Patientin darf sofort bewegen und Narbenmassage durchführen.

© Erika Rusterholz