Ein Brustkrebs und sein Verlauf

 

My Breast Cancer and its History

 

Brustkrebs: Operation

Unterspritzung mit Eigenfett (Liposuction)

1. Dezember 2010:

fünfte Korrektur der alten Narbe ~ zur Übersicht aller Korrekturen:

Operationsbericht:

 

Operationsdiagnose:

St. n. Mammakarzinom Brust links und rechts, St. n. beidseitiger BET und Brustaufbau mit Silikon-Implantaten.

Aktuell: Bei St. n. direkter Tumorektomie oberer äusserer Quadrant Brust rechts rezidivierende starke Vernarbungen, Einziehungen.

St. n. Macrolane-Injektion.

Operation:

Ausgedehnte Narbenresektion auf einem Areal von 10 x 15 cm über der Regio pectoralis, Axilla rechts, laterale Thoraxwand und über der Prothesenkapsel Brust rechts sowie Lipofilling.

Ambulant, Lokalanästhesie, Dauer 1 Stunde

 

Als erstes wird im Bereich der Flanke rechts Tumeszenzlösung unterspritzt.

Inzision in der 5 cm langen Narbe im oberen äusseren Quadranten der Brust rechts über dem kaudalen Pectoralisrand. Es zeigt sich bereits im subkutanen Gewebe starkes narbiges Gewebe, welches sich dann bis auf den M. pectoralis auf ein Areal von 10 x 15 cm in alle Richtungen fortsetzt.

Es wird sowohl zwischen Subkutangewebe und Prothesenkapsel, als auch bis zur lateralen Thoraxwand, Axilla rechts und Regio pectoralis die gesamte Narbenplatte exzidiert und exakte Blutstillung durchgeführt.

 

Entnahme von 100 ml Fettgewebe mit dem LipiVage™-System der Flanke rechts über eine Stichinzision. Verschluss der Stichinzision mit einer Einzelknopfnaht.

Mit einem Vilock 4-0 wird die Wunde im Bereich der Brust rechts intrakutan bis auf 2 mm verschlossen, dann wird über das LipiVage-System 100 ml Fettgewebe im Bereich Regio pectoralis, präkapsulär der Brust rechts und in der vorderen Axillarlinie injiziert. Danach wird ein letzter Stich mit dem Vilock zum Verschluss der Wunde durchgeführt. Darüber Comfeelverband.

Mehr über das Lipotransfersystem = geschlossenes System zur Gewinnung, Aufbereitung und zum Transfer von Eigenfett:

 

Prozedere:

Die Patientin bleibt mindestens 2 Stunden in der Tagesklinik, dann Demissio bei komplikationslosem Verlauf. Die Patientin kann sich normal bewegen, extreme Bewegungen im Schultergelenk, wie Heben des Armes über die Horizontale, sollte über 3 bis 4 Tage vermieden werden. Narbenmassage ab dem ersten postoperativen Tag, klinische Nachkontrolle am siebten postoperativen Tag.

 

 

Anmerkung: leider hat mich niemand über das im Operationsbericht erwähnte "Prozedere" aufgeklärt - den Bericht erhielt ich erst viel später auf Anfrage. Ob ich mich während der ersten Tage richtig verhalten habe, weiss ich im Nachhinein leider nicht mehr.

Jedenfalls ist das wenige zur Verfügung gestandene Eigenfett nicht am eingebrachten Ort geblieben... die Narbe hat sich in der Folge wieder an den Brustmuskel geheftet.

© Erika Rusterholz