Ein Brustkrebs und sein Verlauf

 

My Breast Cancer and its History

 

Persönliches:

mein Wunsch: ein frischeres Aussehen auch im Alter

9. August 2010

Gesicht- und Halsstraffung

d.h. Entfernen überschüssiger Haut nach Gewichtsverlust

 

Sie sind auf diese Seite gestossen, weil Sie mehr über das Facelifting erfahren möchten, welchem ich mich unterzogen habe.

 

Ein Jahr zuvor hatte ich mir vom selben Arzt unter den Brustmuskel Silikon-Implantate einsetzen lassen, dies fünf Jahre nach meinem beidseitigen Brustkrebs mit danach nur noch wenig vorhandenem Brustgewebe.

Seither bin ich sehr glücklich mit meiner "neuen" Brust:

 

Ich war also sicher: wenn ein Arzt eine Brust so schön wiederherstellen kann, ein solch gutes ästhetisches Gefühl hat, dann wird er auch mein Aussehen verbessern können, denn nach dem Gewichtsverlust (ich wog nur noch 44 kg) war etwas zuviele Haut von der Nase zum Kinn vorhanden; ich hätte mir also gerne speziell die untere Gesichtspartie straffen lassen und den Hals, was mir nicht allzu schwierig schien, denn vorgesehen war eine Operation unter Vollnarkose und eine Nacht im Spital.

Mit dieser Aktion wollte ich darauf aufmerksam machen, dass es Möglichkeiten gibt, auch im Alter noch relativ jugendlich aussehen zu können.

 

Im Gesicht hat sich jedoch nichts verbessert, wie die folgenden Bildausschnitte zeigen:

 

 

Das nicht mehr geschwollene Gesicht zeigte: bei den Mundwinkeln, ebenfalls unter dem Kinn, war immer noch viel überschüssige Haut vorhanden...

9. August 2010: kurz vor dem Facelifting

2 Monate danach mit noch geschwollenem Gesicht

 

10 Monate nach Straffung der unteren Gesichtspartie

 

So ganz glücklich war ich also nicht mit meinem "neuen" Aussehen, ich habe doch etwas mehr Hautstraffung erwartet. Der Arzt meinte dazu: "Schlechter als vorher sieht das auch nicht aus."

Schade, habe ich darauf vertraut, auch für das Facelifting hier am richtigen Ort zu sein.

 

Möglich ist, dass dieses unbefriedigende Ergebnis entstanden ist, weil die Naht entlang der linken Gesichtsseite während der nachfolgenden Nacht nochmals gelöst werden musste. Im Anschluss an die am Morgen durchgeführte Operation erfolgte eine starke Blutung bis in den Hals: mir wurde bei der Operation das blutgerinnungshemmende Medikament Clexane verabreicht - ohne dies in der Patientenaufklärung zu vermerken und ohne vorher die Notwendigkeit dazu genau abzuklären (sanofi-aventis-Fachinformation für Clexane: ).

Folge: ein 9-tägiger Spitalaufenthalt, davon 3 Tage in der Intensivstation, und wiederholtes Absaugen des Blutes im Hals.

 

Ich erfuhr, dass eventuell noch kleine Korrekturen gemacht würden, jedoch erst zu einem späteren Zeitpunkt. Das Gewebe vernarbe, es könne sich also noch einiges verändern während etwa dreiviertel Jahren. Meine danach erfolgte Bitte um Nachstraffung der immer noch überschüssigen Haut im unteren Gesichtsbereich hat der Chirurg jedoch abgelehnt und das Arzt-Patientenverhältnis im Oktober 2011 überraschend aufgelöst.

 

Wichtig ist also, bei der Wahl des Facharztes für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie darauf zu achten, dass genügend Erfahrung auch bei Faceliftings vorhanden ist. Ich hatte dem leider zu wenig Beachtung geschenkt.

 

Aus "Information Ästhetisch-Plastische Chirurgie : Der Arzt Ihrer Wahl sollte sich zudem ausschließlich auf die ästhetische Komponente der Plastischen Chirurgie spezialisiert haben. Manch einer sieht die Herausforderung zum Beispiel eher in der Rekonstruktiven Chirurgie und führt reine ästhetische Operationen nur hin und wieder durch. Zweifelsohne verfügt dieser Chirurg über hervorragende allgemeine Kenntnisse auf dem Gebiet der Plastischen Chirurgie, doch für rein ästhetische Operationen fehlen ihm mit Sicherheit die nötige Routine und Erfahrung."

 

2 Jahre später: Die linke Halsseite schmerzte vermehrt beim Drehen des Kopfes nach rechts (eingelagertes Blut?). Ein zwischenzeitlich hinzugezogener Facharzt für Plastische Chirurgie stellte eine Assymmetrie des Faceliftings fest. Auch dass die damalige Komplikation immer noch Schmerzen und Beschwerden am Hals lateral links nach occipital ziehend hervorruft, ist in seinem Bericht festgehalten.

Das Kantonsspital Frauenfeld/CH, wo das Facelifting durchgeführt worden war, lehnte jedoch die vorgeschlagene nötige Korrektur ab mit der Begründung, dass kein Arztfehler oder Haftung seitens des Spitals vorliege.

Nur: bei einem Facelift mit vorgesehenem Spitalaufenthalt von weniger als 24 Stunden ein Medikament als Thrombose-Prophylaxe zu verabreichen, ist nach Auskunft verschiedener Plastischer Chirurgen nicht das übliche Vorgehen - das Risiko einer schweren Blutung wäre zu gross (was ja dann hier leider der Fall war...).

 

Der Hals bereitete mir leider weiterhin Kummer, etwas musste jetzt geschehen.

 

Frühling 2014: Aufgrund der früheren Berichte und eines neuen MRI des Halses war klar geworden, dass eine Korrektur am Hals aus medizinischen Gründen notwendig geworden ist.

Die Verdickung/Verhärtung im Hals links war durch die starke Blutung im Anschluss an das Facelifting im August 2010 entstanden. Es schmerzte, den Kopf seitwärts drehen zu wollen →

Mein Hals-Nasen-Ohren-Arzt hat mir für diesen Eingriff einen ihm gut bekannten Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie empfohlen - wie mir scheint, war ich jetzt am richtigen Ort angelangt.

 

Juni 2014 - Operation: jetzt stellte sich heraus, dass unter der Haut an beiden Halsseiten Verklebungen und Vernarbungen vorhanden waren, die entfernt werden mussten.

Weil das im August 2010 in den Hals geflossene Blut damals nicht vollständig entleert werden konnte, verklumpte dieses in der Folge und erschwerte das Drehen des Kopfes.

 

Jetzt wurde die abgelöste Haut neu gestrafft und hinter den Ohren bis hin zum Haaransatz wieder festgenäht.

August 2014: Der Hals war noch einige Zeit stark geschwollen nach der ausgedehnten Hautablösung, die wegen der grossflächigen Verklebungen notwendig geworden war. Intensive Hautpflege und öfteres Massieren und Kneten der verhärteten Stellen haben die Genesung positiv beeinflusst.

Die Verdickung an der linken Halsseite ist jetzt verschwunden. Der Hals ist glatt geworden und wieder gut beweglich - und es hat keine zuviele Haut mehr unter dem Kinn.

 

Dezember 2014: Auch die Nähte bei den Ohrläppchen und beim Haaransatz im Nacken waren verheilt und kaum wahrnehmbar. - Die hellen und daher gut sichtbaren Narben (vom 9. Aug. 2010) entlang der Ohren störten mich zwar nicht gross, ich hatte sie mit den Haaren verdecken können. Jedoch wurden diese jetzt noch entfernt und der Hautrand zuoberst auf dem Tragus (der kleinen Knorpelmasse an der Ohrmuschel) angenäht.

Diese Nahtführung hat mich begeistert - ein perfektes Ergebnis, keine Naht mehr vor den Ohren.

 

Die Korrektur durch Herrn Dr. med. Sascha Dunst ist also gut gelungen, das Drehen des Halses ist jetzt schmerzlos möglich. Dafür bin ich sehr dankbar.

Ja, was der richtig gewählte Plastische Chirurg ausmachen kann...

 

Die Hautstraffung hat - trotz aufgetretener Schwierigkeiten - wirklich viel zu meinem guten Befinden beigetragen. Das Bewusstsein, auch noch im höheren Alter frisch zu wirken, vielleicht sogar jünger geschätzt zu werden, tut gut!

Dr. med. Sascha Dunst, M.Sc.

Facharzt für Plastische + Ästhetische Chirurgie

Skinmed AG, CH-5000 Aarau - www.skinmed.ch

 

11. Dezember 2014

nötig geworden: Verschönerung der Frontzähne

 

In meiner Schulzeit wurden mir die beiden Schneidezähne eingeschlagen und später durch zwei Porzellan-Jacketkronen ersetzt. Eine der Kronen war 2014 nach einer Intubationsnarkose leicht nach vorn und seitwärts gedrückt worden, was mich störte. Ich beschloss also, die beiden Jacketkronen und die links und rechts sich befindenden beiden Zähne (mit alten Füllungen versehen und nicht mehr stabil) ebenfalls zu ersetzen.

 

Die bei einer mir von früher her bekannten Zahnärztin mündlich in Auftrag gegebenen vier Jacketkronen sollten gleich wie die beiden langjährigen sein, jedoch in der Farbe A2, also nur leicht dunkler und ohne jegliche bräunliche Färbung. Ich hatte zum jetzt doch jünger wirkenden Gesicht auch entsprechende Zähne haben wollen.

 

angefertigt vom Labor ZKD, Simeon Keller, Zürich

← die vier neuen Kronen entsprachen leider nicht

meiner Vorstellung: weder Form, noch Grösse stimmten,

die bräunliche Unterglasurbemalung gefiel mir nicht...

 

und sie wichen sehr von den bisherigen Zähnen ab →

50-jährige Jacketkronen sollen ersetzt werden

Die Erklärung des Zahntechnikers in Zürich: die Kronen sollten natürlich aussehen. Mit schmaleren und dunkel gefärbten Zahnhälsen und leicht bräunlicher Oberfläche würden diese den Zähnen von alten Menschen ähneln.

Aber das ist ja gerade, was ich nicht wollte - wo blieb nun das angestrebte jugendlichere Aussehen?

 

Ich bin wohl zu vertrauensvoll gewesen, denn ich hatte angenommen, die neuen Zähne würden sich von den bisherigen auch beim Zubeissen nicht unterscheiden - jetzt aber war ein unangenehmes Spannungsgefühl vorhanden, die vier Kronen waren zu breit für den vorhandenen Platz: die rechte Krone schob sich leicht über die Kante des Eckzahns und schmerzte bei Druck. Diese vier Kronen konnten nicht in meinem Mund verbleiben...

 

So rate ich auch hier: zuerst nachfragen, ob genügend Erfahrung auch beim Einsetzen von Kronen vorhanden ist. Dass dies nicht der Fall sein könnte, habe ich gar nicht bedacht.

Dass ein Zahntechniker die vier neuen Zähne nach seiner Phantasie anfertigen würde, hatte ich mir ebenfalls nicht vorstellen können.

 

Die Zahn-Korrektur:

Juli 2015: Die vier unschönen und nicht passenden neuen Kronen, ebenso das irritierte Zahnfleisch dahinter, haben mir doch einigen Kummer bereitet. Nach Bereinigung der Angelegenheit durchsuchte ich das Internet nach einem Ort mit Erfahrung im Umgang mit Kronen. Ausgewählt habe ich einen Zahnarzt in näherer Umgebung, der mich mit einer ausführlich erklärenden Homepage beeindruckt hat.

Ich bin nicht enttäuscht worden: die neuen Kronen weichen etwas von den ursprünglichen Zähnen ab: die vorderen zwei Zähne sind jetzt leicht kürzer, die beiden seitlichen länger. Vor allem: die vier neuen Zähne spannen nicht, wirken hell und nicht "verschmiert".

Die Kronen fügen sich harmonisch ein - ich fühle mich wohl damit.

angefertigt von Degoumois Dental AG

   

Es handelt sich hier um Vollkeramik-Kronen

- mit Zirkonkappen als Kronenbasis;

- die Kronen wurden von einem Keramiker individuell charakterisiert nach Fotodokumentation des Zahnarztes;

- momentan das ästhetischste und biokompatibelste Material auf dem Markt, angefertigt von:

Degoumois Dental AG, Martin Svarovsky/Geschäftsführer, in CH-4500 Solothurn - www.degoumoisdental.ch

 

April 2016

Rückblick im Frühling 2016:

in jungen Jahren war ich eher pummelig und wurde sehr gehänselt. Dann, ab etwa zwanzig, tat ich sehr viel, um schlanker zu werden, jedoch das Minderwertigkeitsgefühl hielt noch länger an. - Fünfzig zu sein gefiel mir dann so gut, dass ich möglichst so bleiben wollte bis ins höhere Seniorenalter...

Aber das Älterwerden war nicht so leicht: Arthrose = Hüftprothesen, Brustkrebs mit grossem Gewichtsverlust, diverse Lungenentzündungen, die Diagnose Multiples Myelom und mehr machten mir immer wieder zu schaffen.

Das Bewusstein, als bereits 80-Jährige frischer und auch jugendlicher auszusehen (und auch noch nette Komplimente zu erhalten), lässt mich Unliebsames jetzt doch besser verkraften...

 

Aufzeichnungen ab 9. August 2010

ich freue mich auf Ihren

© Erika Rusterholz